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Positionen bleiben in Unternehmen länger unbesetzt

Obwohl die Zahl der Arbeitslosen steigt, wird es immer schwieriger und zeitaufwändiger, passende Bewerber für offene Stellen zu finden. Dauerte es laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, IAB, noch bis vor zwei Jahren relativ konstant durchschnittlich zweieinhalb Monate zwischen Besetzungsentscheidung und Arbeitsbeginn, vergeht nach einer Erhebung der Personalberatung Ulf Uebel Consulting inzwischen oft mehr als ein halbes Jahr, bis eine offene Stelle besetzt ist– nicht nur in den klassischen Mangelberufen.

Ging die Beschaffungsdauer in Zeiten höherer Arbeitslosigkeit in der Vergangenheit leicht zurück, zeigt sich in der aktuellen Finanzkrise keine Entspannung für suchende Arbeitgeber.

Die Gründe für die Entwicklung erläutert Ulf Uebel:

  • Arbeitnehmer sind nicht mehr so wechselwillig wie vor der Finanzkrise. Viele fürchten, als zuletzt Eingestellte bei Entlassungen als erste ihren neuen Arbeitsplatz wieder zu verlieren.
  • Unternehmen versuchen auch in der Krise, ihre besten Mitarbeiter zu halten – entlassen werden oft diejenigen, die man meint, schnell ersetzen zu können.
  • Mitarbeiter, die 20-30 Jahre in einem Unternehmen gearbeitet haben, sind oft zu sehr auf einen einzigen Bereich fixiert – bei Entlassung zeigen sich große Lücken in der Weiterbildung. Sie sind oft nicht flexibel genug, um sich auf neue Situationen einzustellen.
  • Unternehmer entscheiden deutlich zögerlicher. Wenn eine Neueinstellung unausweichlich ist, soll der oder die Neue möglichst die Idealbesetzung sein.
  • Gleichzeitig erschweren sich viele Unternehmen die Ansprache und die Auswahl der Besten, indem sie die Bewerberauswahl standardisieren. Der Bewerber bekommt eine Eingabemaske im Internet vorgesetzt, die ihn scheinbar leicht mit anderen vergleichbar macht. Individuelle Besonderheiten fallen dabei meist unter den Tisch. Das macht die Auswahl sehr schwer, da der Bewerber nur auf Zahlen und scheinbare Fakten reduziert wird.
  • Die Zahl der Bewerbungen je Ausschreibung wächst, während die Qualität deutlich fällt: Dieses Schrotschussphänomen ist Folge der Möglichkeit, Bewerbungen beliebig elektronisch zu vervielfältigen.

Unternehmen, die neue Mitarbeiter suchen, sollten sich frühzeitig um die Stellenbesetzung bemühen. Gleichzeitig empfiehlt es sich, vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen die unternehmenseigenen Ansprache- und Auswahlprozesse zu überprüfen.

(openpr / EHRENSACHE Consulting)


 


 

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