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Powerpoint

PowerPoint-Präsentationen fressen 2,5 Milliarden Euro pro Jahr

Kennen Sie das? Zum Bsp. beim Jahresrückblick: Alle hochpreisigen Mitarbeiter sitzen da, während per PowerPoint die Bilanzen aller Bereiche, aller Regionen, in sämtlichen Soll-Ist-Vergleichen monoton vorgetragen werden. Der Redner liest vor, was ohnehin auf den Seiten steht: Betreutes Lesen vom Feinsten.

Lohnt sich der Zeitaufwand, der ja oft ein kleines Vermögen kostet? Nach diesen oft stundenlangen Meetings antworten 80% der Teilnehmer, wenn sie im Vertrauen gefragt werden, mit einem klaren "Nein." Veranstaltungen dieser Art motivieren nicht, sie langweilen. Die Teilnehmer erhalten keine Information, die in konkrete Aktion umgesetzt werden kann - sie sitzen ihre Zeit ab, während ihre Arbeit liegen bleibt.

Bestsellerautor Matthias Pöhm schätzt, dass allein durch die Monotonie der PowerPoint-Präsentationen ein wirtschaftlicher Schaden von 2,5 Millionen Euro pro Jahr entsteht. Rechnen Sie doch einfach mal die Stundenlöhne der nur körperlich Anwesenden hoch.

Der Verfasser des Buches "Präsentieren Sie noch, oder faszinieren Sie schon" erkennt, dass auf diesen Meetings leere Worthülsen benutzt werden, die in keiner Weise dazu beitragen, dass auch nur einer der Mitarbeiter morgen etwas anders machen wird als heute: "Leading Position im Bereich Service stärken" - "Thinking outside the box"... Das erntet reflexhaftes Nicken der Anwesenden, aber sonst nichts.

Dabei können Sie völlig ohne PowerPoint eine wesentlich packendere Rede halten, wenn Sie die Tipps von Matthias Pöhm befolgen, seines Zeichens teuerster Rhetorik-Trainer des deutschsprachigen Raums.
Hier fünf konkrete Anleitungen, die Sie sofort umsetzen können:

Tipp 1: Kürzen Sie 90% der Zahlen
Die vielen Zahlen und Ziffern, die Sie Ihren Zuhörern um die Ohren hauen, bleiben nur zu 5 % hängen. Streichen Sie radikal 90% aller Zahlen und lassen Sie nur die vier oder fünf übrig, an denen die Leute ein echtes Interesse haben. Von diesen Zahlen präsentieren Sie neben dem Ergebnis auch den Weg dorthin. Die Wirkung liegt beim Erzählen der Entwicklung, nicht beim Ergebnis derselben.

Tipp 2: Benutzen Sie einen Flipchart
Alles, was Sie für Ihren Vortrag benötigen, können Sie auf einem Flipchart zeichnen: Diagramme, Schemata, Zahlen, Kewyords... Die Wirkung ist dann ein Wesentliches höher als bei PowerPoint. Merken Sie sich: Bewegen Sie sich nicht selbst, bewegen Sie auch Ihre Zuhörer nicht. Ein Flipchart gibt Ihnen diese Möglichkeit der Bewegung, während PowerPoint Sie als erstarrte Hülle stehen lässt, die lediglich die Fernbedienung drückt.

Tipp 3: Zeichnen Sie von Hand
Die Entstehung eines Balkendiagramms, das Sie von Hand zeichnen, fesselt mehr Aufmerksamkeit als ein fixfertiges PowerPoint-Bild. Ein Beispiel: Zeichnen Sie kommentarlos ein Diagramm mit den Seiten X und Y. Sagen Sie jetzt: "Zielumsatz für dieses Jahr war..." Zeichnen Sie nun eine Ziffer an der Y-Achse und fahren Sie fort: "10 Millionen. Erreicht haben wir..." Zeichnen Sie nachdrücklich einen Strich von dieser Achse nach oben und sagen Sie: "DREIZEHN-KOMMA-ZWEI-MILLIONEN!"
Damit erhält Ihre Aussage eine Wucht, die Sie nie mit der Präsentation des Umsatzes per PowerPoint erreichen könnten.

BUCHEMPFEHLUNG:

Tipp 4: Machen Sie Pausen
Allzu flüssiges Reden kann tatsächlich monoton wirken. Verbraten Sie eine wichtige Botschaft nicht, sondern kündigen Sie sie als solche an: „Jetzt verrate ich Ihnen etwas, das Ihre Ausschussrate innerhalb eines Monats um 30% senken wird."
Machen Sie jetzt eine deutliche Pause von wenigstens vier Sekunden.
Sagen Sie Ihre Botschaft. Legen Sie danach wieder eine deutliche Pause ein, damit sie wirken kann.

Tipp 5: Zeichnen Sie Schemata
Benutzen Sie kleine Schemazeichnungen, statt Begriffe in Worten aufzumalen. Stellen Sie sich vor, Sie zeichnen ein Dreieck und sagen: "Dies sind die Ressourcen unseres Unternehmens." Zeichnen Sie ein Strichmännchen an einer Ecke: "Die erste sind die Mitarbeiter." Zeichen Sie ein Euro-Symbol und sagen: "Die zweite ist unser Umsatz." Zeichnen Sie schließlich einen Stromstecker und erläutern Sie: "Die dritte ist Energie." Der Unterschied in der Wirkung zu einer bloßen Präsentation mit Text ist enorm!

Hochgerechnet 2.5 Milliarden Euro: Die Situation in Deutschland:

In Deutschland gibt es 41 Millionen Beschäftigte.
Nehmen wir konservativ an, dass davon 10 % regelmässig in PowerPoint* Präsentationen sitzen müssen. (4.1 Millionen)
Und das durchschnittlich 2 mal pro Monat (sehr, sehr konservativ) jeweils mindestens eine Stunde lang.
Dann ist das 4.1 Mio * 24 mal * 1 h = 98 Millionen Stunden in PowerPoint
Die Hälfte döst innerlich weg und denkt "Wär ich besser an der Arbeit geblieben" - das sind 49,2 Millionen Stunden.
Bei einem Stundenlohn von rund 50 Euro (inklusive Lohnnebenkosten) ergibt das 49.2 Millionen * 50 = 2.46 Milliarden Euro, die PowerPoint verbrennt - und das nur in Deutschland!

Der Autor
Matthias Pöhm macht als Business-Coach Spitzenleute aus Politik und Wirtschaft für deren öffentliche Auftritte fit und veranstaltet das „teuerste Rhetorik-Seminars Europas" (FAZ), dessen Teilnehmer vor 120 Menschen als bestelltem Publikum reden müssen. Er erzeugte ein enormes Medienecho, als er die weltweit operierende „Anti-PowerPoint-Partei“ gründete. Pöhm gilt als einer der besten Rhetoriktrainer im deutschsprachigen Raum.

Alternative zu PowerPoint im Video
Sehen Sie in vier Videos die faszinierende Gegenüberstellung von PowerPoint zu
1) frei sprechen oder
2) Alternative Flipchart.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Redaktion)


 


 

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