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Präsentationstechniken

In neun Steps zur besten Präsentation Ihres Lebens

In den letzten Wochen habe ich Ihnen einige wirksame Methoden aus der Werbung verraten, die Sie auch in Ihrem Business erfolgreich anwenden können. Mit ihnen präsentieren Sie so, dass Ihr Publikum, Ihr Kunde Sie nie mehr vergisst. Doch die richtigen Methoden allein machen noch keine perfekte Präsentation.

Damit sich Ihre Botschaft im Kopf Ihres Publikums verankert, empfehle ich neun Steps zur Vorbereitung und Durchführung Ihrer Präsentation:

Step 1: Zielgruppe analysieren

An wen richtet sich Ihre Präsentation? Was weiß Ihr Gegenüber schon und was können Sie ihm zumuten? Was sind seine Vorlieben? Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Zuhörer auf die Sie aufbauen können? Sie sollten wissen, wonach genau Ihre Zielgruppe sucht, welche Probleme sie hat und was Sie zur Lösung beitragen können. Suchen Sie nicht nach Ihrer Zielgruppe, sondern nach Fans, nach Unterstützern, Sympathisanten, nach Menschen, die kaufen – Ihre Produkte, Dienstleistungen, Argumente, Ideen, Lösungen und Konzepte.

Step 2: Nutzen definieren

In der Werbung wird der Nutzen des Produktes klar kommuniziert: Persil wäscht weißer, weißer geht´s nicht. Bei Sixt miete ich Autos und bezahle wenig. In einer Lufthansa-Maschine fühle ich mich sicher, kann Meilen sammeln und in Spielzeug für meine Kleinen eintauschen. Kommunizieren Sie den relevanten Nutzen Ihres Vortrags so konkret wie möglich!

Step 3: USP identifizieren

Kommunizieren Sie Ihren USP. Für alle Nicht-Marketing-Menschen: Unique Selling Proposition , Ihr Alleinstellungsmerkmal . Was macht Sie, Ihre Dienstleistung, Ihr Produkt, Ihre Botschaft, Ihr Unternehmen einzigartig? Was hebt Sie nachvollziehbar aus der Masse Ihres Wettbewerbs, aus dem Meer der Gleichheit hervor? Sagen Sie´s Ihrem Publikum, und sammeln Sie Pluspunkte!

Step 4: Kernbotschaft isolieren

Die Vorarbeit ist getan. Sie kennen Ihre Zielgruppe, haben den Nutzen für sie erforscht und möglicherweise sogar ein Alleinstellungsmerkmal gefunden. Jetzt geht es darum, all das in einer knackigen Kernbotschaft zu vereinen. Denken sie daran: Nur EINE Botschaft schafft den Weg ins Hirn. Ein Beispiel aus der Werbung für eine wirklich kernige Kernbotschaft gab Apple-Chef Steve Jobs zum Besten, als er 2008 das MacBook Air vorstellte. Er annoncierte das neue Produkt als „das dünnste Notebook der Welt“. Diese Kernbotschaft ging in Windeseile um den Globus. Zudem kommuniziert sie jedem geplagten Notebookbesitzer den unschlagbaren Nutzen: Dies ist das dünnste Notebook der Welt, leicht, handlich, ganz einfach auf Reisen zu transportieren und zudem noch wunderschön stylisch. Dies alles hatte Jobs auch noch im Wortsinn schön verpackt. Nämlich in einen schmalen Dokumentenumschlag, aus dem während seiner Präsentation kein Schriftstück, sondern der Computer herausglitt: http://www.youtube.com/watch?v=fodF05OMEUo . Mit einem starken Bild lässt sich der Nutzen also klar abstrahieren. Wie lautet der eine Satz, der sich im Kopf Ihrer Zuhörer verankern soll? Können Sie ihn so kurz, bündig, konkret und lebendig formulieren, dass man ihn sich merken und sogar anderen weitererzählen kann? Reden Sie minimal!

BUCHEMPFEHLUNG:

Step 5: Argumentation aufbauen

Beginnen Sie mit Ihrer Kernbotschaft. Sie gibt Ihrem Zuhörer den Grund, Ihnen zuzuhören. Dann folgen Ihre besten Argumente: Überlegen Sie, welche für Ihre Zielgruppe die nachvollziehbarsten sind. Welche Argumente lösen die meisten Emotionen aus? Wählen Sie die drei besten aus! Anschließend folgen Fazit und Aufforderung. Meist ist das Fazit die Wiederholung Ihrer Botschaft unter dem Eindruck der jetzt bekannten Argumente. Die Aufforderung sagt Ihrem Zuhörer konkret, was Sie von ihm erwarten.

Step 6: Inhalte inszenieren

Jetzt ist Ihre Kreativität gefragt. Nach den strategischen Überlegungen geht es nun an die Umsetzung, an die Verpackung, an das Wie. Inhaltlich und kreativ. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Inhalte bei Ihrem Publikum verankert werden. Denken Sie sich etwas Ungewöhnliches aus, damit Sie sich dem Interesse Ihrer Zuhörer sicher sein können. Werbung funktioniert so: Sie verpackt nackte Botschaften sexy, lecker, spannend. Das Faktische wird in der linken Gehirnhälfte verarbeitet – nur leider werden Entscheidungen mit der rechten getroffen. Werbung sorgt für den Seitenwechsel: Die Infos werden so verpackt, inszeniert, aufgestylt, dass sie in der rechten Hirnhälfte landen. Das können Sie mit Ihrer Präsentation auch schaffen!

Step 7: Wirkung testen

Checken Sie, ob Sie auf dem richtigen Dampfer sind. Engagieren Sie ein Testpublikum: Partner, Freunde, Familie, Kollegen. So finden Sie nicht nur heraus, ob Ihre Strategie funktioniert, Sie proben gleichzeitig auch Ihre Präsentation.

Step 8: Die Präsentation halten

Ihre Kampagne in eigener Sache geht ON AIR, erblickt das Licht der Welt. 98 Prozent der Vorträge beginnen mit einem Wölkchen, das mit einem Filzschreiber auf ein Flipchart gemalt wurde. Darin ein Herzchen, hinter dem ein Bindestrich und dann ein „lich willkommen“ steht. Bitte gehören Sie zu den restlichen 2 Prozent und machen Sie es anders: Unterscheiden Sie sich und überraschen Sie Ihr Publikum mit einem kreativen Einstieg und einer Wahnsinns-Präsentation.

Step 9: Feedback einholen

Was gut durchdacht, gut inszeniert und perfekt vorgetragen ist, wird mit Interesse wahrgenommen. Was geläufig, tausendmal gesehen oder gehört ist und ohne Leidenschaft vorgetragen wird, geht unter und wirkt wie Morphium. Direktes Feedback ist eine Riesenchance: Weil man daraus lernen und sich permanent verbessern kann. Fragen Sie Ihren Zuhörer, was gut war, ob ihm etwas gefehlt hat.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Gemeinsam mit Partnern hat Gerriet Danz eine Präsentationsagentur gegründet, die nicht nur die Vortragenden traininert, sondern auch Konzepte für Vorträge und das Design von Präsentationen erstellt: www.praesentarium.com

(Gerriet Danz)


 


 

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