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Privatinsolvenz

Jeder zehnte Deutsche ist pleite

Jeder zehnte Deutsch ist pleite – das geht aus dem Schuldneratlas 2011 hervor, der vor Kurzem veröffentlicht wurde. Immer mehr junge Menschen sind davon betroffen, aber auch in der Generation der über 70-Jährigen ist das Problem der Überschuldung durchaus präsent.

Oft sind Krankheit , Arbeitslosigkeit oder Trennung vom Lebenspartner die Ursache, aber auch unvorsichtiger Umgang mit Kreditkarten oder ein Darlehen zu viel kann bedeuten, dass man sich auf einmal in einer Schuldenspirale befindet. Hier ist die Möglichkeit, Privatinsolvenz anmelden zu können oft die Rettung. Dafür muss ein Antrag für das Verfahren gestellt werden. Zunächst muss der Schuldner aber versuchen, sich mit seinen Gläubigern zu einigen.

Sollte mit den Gläubigern keine Lösung gefunden werden, muss ein Rechtsanwalt oder eine Schuldnerberatungsstelle eine Bescheinigung ausstellen, und das Insolvenzverfahren kann beim Insolvenzgericht eingeleitet werden.

Die eidesstattliche Versicherung

Mit einer eidesstattlichen Versicherung gibt man nun Vermögenswerte und aktuelles Einkommen an. Kredite, Waren auf Rechnung, Handyverträge erhält man dann daraufhin nicht mehr. Pfändbares Vermögen wird liquidiert und zur Tilgung der Schulden genutzt.

Während der Dauer von sechs Jahren wird dann ein Teil des Einkommens direkt an die Schuldner weitergeleitet. Hat man in dieser Zeit alle Vorgaben eingehalten ist die Insolvenz beendet und man ist von den Restschulden befreit.

Eine Privatinsolvenz bedeutet keine Schande! Jeder kann in einer Finanzkrise landen – Schuldnerberatungsstellen helfen Ihnen auf dem Weg aus der Misere.

Allerdings kann man auch viel tun, um eine solche Situation zu vermeiden. So sollte man, wenn man sicher ist, ob man sich einen Kredit wirklich leisten kann, vorab immer verschiedene Angebote genau betrachten und vergleichen. Außerdem ist es ratsam, sich in guten Zeiten einen Notgroschen anzusparen – dazu stehen zahlreiche günstige Sparkonten zur Verfügung.

Auch kann eine gute Planung der Monatsausgaben dabei helfen, Schlimmes zu verhindern. Unser Tipp: Eine Übersicht verschaffen und gegebenenfalls ein Tagebuch führen  – in dem Fall nicht eines, welchem geheime Gefühle anvertraut werden, sondern in welches für ein paar Wochen jede einzelne Ausgabe, ob groß oder klein, eintragen wird. So lässt sich das jeweilige Ausgaben-Verhalten analysieren. 

Which Way To Pay bietet neutrale Informationen, Vergleiche und Bewertungen zu Finanzprodukten, wie Währungen, Kreditkarten, Kredite, Schuldenmanagement, Versicherungen und zu Vielem mehr. Darüber hinaus stellt die Website themenbezogene Nachrichten bereit, sowie allgemeine Artikel mit Ratschlägen, die dazu dienen, den Leser sowohl über die Finanzwelt und Weltwirtschaft auf dem Laufenden zu halten, als auch grundlegende Tipps in Sachen Geld anzubieten.

(Redaktion)


 


 

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