Kinderfernsehen
Einführung - Qualität im Kinderfernsehen?
München. business-on.de berichtet in einer Medienreihe in regelmäßigen Abständen über das Thema Kinderfernsehen und über Qualitätsansprüche in diesem Bereich.
Seit mehr als 40 Jahren wird über das Thema der Qualität im Kinderfernsehen debattiert. Mit dem Aufkommen des dualen Rundfunksystems in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gewann diese Diskussion erneut an Bedeutung.
Kinderfernsehen ist nach wie vor heute auch noch ein aktuelles Thema, weil Kinder für die Fernsehverantwortlichen zu ernst zu nehmenden Konsumenten geworden sind. Sie verfügen in ihrem jungen Alter bereits über eine enorme Kaufkraft und haben auch Einfluss auf die Kaufentscheidungen der Eltern. Da sich die kommerziellen Sendungen ausschließlich über Werbeeinnahmen finanzieren, haben sie schon allein aus diesem Grund ein starkes Interesse, Zuschauer bereits in sehr jungen Jahren zu gewinnen. Die Ergebnisse der durchgeführten Medienforschungen haben ergeben, dass für die öffentlich-rechtlichen Sender bei der Ausstrahlung von Kinderfernsehen die Überlegung im Vordergrund steht, die Zuschauer bereits in sehr frühem Alter an sich zu binden, damit sie auch im weiteren Verlauf ihrer Entwicklung diese Fernsehangebote nutzen.
Was genau ist Kinderfernsehen?
Gert K. Müntefering, Mitgründer der erfolgreichen Kinderserie Sendung mit der Maus und Mitinitiator des Spartensenders Kika, definierte das Kinderfernsehen Anfang der 70er Jahre wie folgt: „Kinderfernsehen ist, wenn Kinder fernsehen“.
Durch diesen viel zitierten Satz wird deutlich, dass sich das Kinderfernsehen heutzutage keineswegs nur auf die Programme beschränkt, die für Kinder produziert werden. Sie rezipieren durchaus auch Programme wie beispielsweise Spielfilme, Gameshows, Sportsendungen, Familienserien oder auch Talkshows.
In der Medienforschung hat sich eine Einteilung der Zielgruppe der Kinder in drei Altersgruppen durchgesetzt. Das sind erstens die Vorschulkinder im Alter von 3 bis 6 Jahren, zweitens die Grundschulkinder im Alter von 6 bis 9 Jahren sowie drittens die älteren Schulkinder im Alter von 10 bis 13 Jahren.
(Dana Breidenbach)
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Bild Nr. 1 © pixelio.de/Urs Mücke
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