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Reform des Ergebnisrankings

Google sagt Sinnlos-Seiten den Kampf an

Internetseiten, deren Domains genau mit einer Suchanfrage übereinstimmen, setzt Google nicht mehr zwangsläufig auf einen oberen Platz in der Ergebnisliste. Was zunächst in den USA anläuft, ist auch bald in Europa zu spüren.

"Ich finde dieses EMD- Update sehr positiv", betont Suchmaschi- nenexperte Oliver Hauser, Initiator der SEOKomm, im Ge- spräch mit pressetext. Denn wie er gemein- sam mit der Regis- trierungsstelle nic.at erörtert hat, werden davon seriöse Such- maschinenoptimierer und deren Unterneh- menskunden ebenso profitieren wie die Suchenden selbst.

Freilich ist das nur eine von vielen Änderungen, auf die sich Unternehmen, die sich und ihre Domains optimal in Szene setzen wollen, einstellen müssen. Ein großes Thema 2013 wird wohl der Start diverser neuer Domain-Endungen von .berlin bis .app. Es ist sinnvoll, sich schon jetzt damit zu befassen, ob und wie gut Unternehmen auch mit Webseiten unter diesen Domains User erreichen können. Wahrscheinlich ist, dass sich zumindest Städte- und Regionendomains ähnlich bewähren werden wie Länderdomains.

Weniger sinnlose Ergebnisse

Wann Googles EMD-Update den deutschen Sprachraum erreicht, ist noch unklar. In den USA aber ist die Algorithmus-Änderung bereits Ende September in Kraft getreten und hat sich auf etwa 0,6 Prozent der Keyword-Suchanfragen ausgewirkt. Speziell für Unternehmen wie Webshops, die von über Google kommenden Usern leben, ist es also wichtig, ob sie betroffen sein könnten. "Das EMD richtet sich nur gegen Keyword-Domains mit schwachem Inhalt", beruhigt Hauser. Erfahrungen mit Testdomains zeigen, dass offenbar schwacher Textinhalt, wenig Links und viel sichtbare Werbung eine Domain abwerten.

Daher geht der Suchmaschinenexperte davon aus, dass Googles Änderung wirklich die Richtigen treffen wird: Optimierte Domains alter Schule, die zwar klingende Worte im Namen tragen, aber für User eigentlich unerwünschten Müll darstellen. Domains, mit denen sich seriöse Unternehmen zeitgemäß in Szene setzen wollen, sollten keine Probleme bekommen.

Neue Domains, neue Möglichkeiten

Ab 2013 werden Hunderte neue Domain-Endungen (Top-Level-Domains, TLDs) auftauchen, von regionalen Domains wie .tirol über Firmendomains wie .canon bis hin zu generischen Begriffen wie .app - was sich ebenfalls auch auf die Suche im Internet auswirken wird. Da Suchriese Google selbst 101 Domains beantragt hat, stehen Horrorszenarien im Raum. "Eine große Befürchtung ist, dass Google seine eigenen TLDs bevorzugt behandeln wird", erklärt Wein. Daran glaubt Hauser allerdings nicht, denn Suchexperten würden das sehr schnell bemerken und der Aufschrei wäre gewaltig.

Wie genau neue Domain-Endungen in der Google-Suche wirklich berücksich- tigt werden, bleibt zwar abzuwarten. Der SEOKomm-Initiator geht aber davon aus, dass es Parallelen zu existierenden TLDs geben wird. So erreichen Domains unter Endungen wie .at oder .de in Suchanfragen aus Österreich bzw. Deutschland ein besseres Ranking. Ähnliches werde wohl für neue Regionaldomains wie .wien oder .berlin gelten. "Viele erwarten aus User-Sicht das reine Chaos", warnt allerdings Wein. Denn Nutzer, für die schon Domain-Endungen wie .eu oder .biz seltsame Exoten sind, könnten sich von der Flut überrollt fühlen.

(Redaktion)


 


 

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