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Regionale Preise verringern Einkommensunterschiede

Hohe Einkommen haben in Deutschland je nach Wohnort nicht immer auch eine starke Kaufkraft zur Folge. Die großen regionalen Einkommensunterschiede werden durch regional ebenfalls sehr unterschiedliche Verbraucherpreise teilweise ausgeglichen, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) am Dienstag in Bonn unter Berufung auf eine entsprechende Studie mitteilte. In vielen einkommensstarken Regionen ließen höhere Preise für Dinge des täglichen Bedarfs die Realeinkommen auf ein Durchschnittsmaß schrumpfen.

Das BBSR ermittelte anhand eines umfangreichen Warenkorbs die Verbraucherpreise in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Der in der Studie ermittelte Preisindex zeige an, um wie viel teurer oder billiger der Warenkorb gemessen an einem Normwert 100 ist. Die Stadt München habe mit 114,4 den höchsten Indexwert erzielt, gefolgt vom Landkreis München (109,6), Frankfurt am Main (108,7) und dem Landkreis Starnberg (108,4). Am günstigsten lebe es sich in den abgelegenen Kreisen Tirschenreuth und Regen im Bayerischen Wald (83,4 beziehungsweise 84,0) und im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg (83,7).

Einige nominell überdurchschnittlich einkommensstarke, aber auch sehr teure Städte wie München, Stuttgart oder Heidelberg fallen der Studie zufolge beim Realeinkommen auf ein Durchschnittsmaß. Umgekehrt seien in Regionen mit einem unterdurchschnittlichen Nominaleinkommen die Preise selten so niedrig, dass deren Bewohner dadurch noch auf eine durchschnittliche Kaufkraft kommen. So verblieben weite Teile Ostdeutschlands auch beim Realeinkommen auf einem unterdurchschnittlichem Niveau, lediglich für einige ostdeutsche Kreise seien die Preise so gering, dass das Realeinkommen den Durchschnitt erreiche. Nominal liege das Einkommensniveau in den neuen Ländern bei 78,8 Prozent des Westniveaus, unter Einrechnung der Preise bei 83,5 Prozent. Generell sei es im Osten aber keineswegs durchgängig billiger als im Westen, heißt es weiter. Reale Einkommensvorteile hätten im Osten zum Teil Empfänger des Arbeitslosengeldes II sowie Rentner.

In der Gesamtrechnung führten die Preiseffekte dem Bericht zufolge dazu, dass etwa zwei Drittel aller Regionen in Deutschland beim Realeinkommen in einem durchschnittlichen Bereich liegen.

(ddp)


 


 

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