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Landgericht München weist Klage ab

Presse darf Reichen-Liste veröffentlichen

Superreiche müssen Presseberichte über ihr Vermögen und die Aufnahme in Ranglisten hinnehmen. Das hat das Landgericht München am Donnerstag im bundesweit ersten Prozess in dieser Frage entschieden und die Klage des Bofrost-Gründers Josef Boquoi gegen das "Manager-Magazin" abgewiesen.

Das Magazin hatte das Vermögen des Tiefkühlkost-Unternehmers auf 950 Millionen Euro geschätzt und ihn in einem Sonderheft über die reichsten Deutschen damit auf Platz 92 eingestuft. Der Vorsitzende Richter Thomas Steiner sagte, bei Vermögen dieser Größenordnung überwiege das öffentliche Interesse. Die Gesellschaft müsse darüber diskutieren können.

Boquoi hatte seine Privatsphäre verletzt gesehen und außerdem bestritten, dass sein Vermögen 950 Millionen Euro betrage. "Dem hätte er aber konkret entgegentreten müssen" und die tatsächliche Höhe seines Vermögens darlegen müssen, erklärte der Richter. Dazu war der Kläger nicht bereit.

Boqouis Anwalt Christian Schertz hatte bereits am Mittwoch Berufung angekündigt, wenn das Gericht die Klage abweisen sollte: "Wir ziehen das durch bis zum BGH. Das wird ein Grundsatzprozess", sagte er.

(dapd-bay Anna Ringle-Brändli)


 


 

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