03.03.2010  13:00 Uhr
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Deutsche Autogrößen
Die Rivalität zwischen den deutschen Autogrößen

München. Wenn es darum geht wer innerhalb eines Jahres mehr Autos an den Mann bringt, gibt es zwischen den Autoherstellern einen harten Wettkampf.

So auch zwischen Audi und BMW.

Noch vor fünf Jahren war man in Bayern der Meinung, dass Lexus der härteste Konkurrent auf dem Markt ist, in den letzten Jahren starteten die Ingolstädter aber eine rasante Aufholjagd und heute ist der Rückstand nur noch sehr gering. Bis zum Jahr 2015 will Audi den Münchener Konzern überholen und wenn die Autoverkäufe in den nächsten fünf Jahren so weiterlaufen wie bisher, stehen die Chancen gar nicht so schlecht.

Mit dem neuesten Modell der BMW 5er Reihe legt BMW einen guten Start im neuen Jahrzehnt hin. Von den Automagazinen wurde der neue BMW 5er durch weg als „überzeugend“ bewertet, was ein voller Erfolg ist. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die letzten Automodelle wie zum Beispiel der X6 bei weitem nicht so gut weg kamen.

Audi wird es schwer haben da mitzuhalten, vor allem weil die Technik, nach Meinung der bayrischen Konkurrenz, nicht gerade mit Innovationen glänzt, was nicht zu Letzt mit der fehlenden Eigenständigkeit zusammenhängt. Im Gegensatz zu BMW übernimmt Audi, als eine der vielen Marken des VW-Konzerns, die Technik aus dem Konzernverbund und entwickelt sie nicht selbst. Bei BMW werden diese Behauptungen an die Händler in den Autohäusern gesandt und von denen in ihre Argumentationsstruktur eingebaut, wenn es darum geht Kunden von einem Autokauf zu überzeugen.

Audi schlägt mit gleichen Mitteln zurück

Nachdem man bei Audi von den Verkaufsstrategien in den BMW-Autohäusern erfuhr wollte man nicht einfach zurückstecken und die Behauptungen unkommentiert lassen. In einer schriftlichen Gegendarstellung rühmt sich Audi unter anderem damit, in Sachen Dieselmotoren viel kompetenter zu sein als BMW. Den V8-Diesel habe BMW wegen mangelnden Erfolges aufgeben müssen und über die Mängel des bei dem BMW-Modell X6 verwendeten Allradantriebs habe Audi Bescheid gewusst und deshalb davon abgesehen diesen für eigene Modelle zu verwenden.

Solche Lästereien gibt es offiziell aber nicht und sie werden nur bei Firmen internen Besprechungen angebracht. Nach außen hin geben sich die Kontrahenten sportlich und kein bisschen missgünstig oder bissig.

Bei all den Rivalitäten wird ein weitere Autohersteller und somit möglicher Konkurrent im Segment der gehobenen Mittelklassewagen nicht bedacht, Mercedes. Dabei sollte man in Bayern wissen wie fatal es sein kann wenn man sich zu sehr auf einen Konkurrenten konzentriert und plötzlich eine noch viel größere Bedrohung aus dem Nichts auftaucht, denn genauso lief es vor fünf Jahren eben auch mit Audi.


 

(Redaktion)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © pixelio.de/Claudia Hautumm


 


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1 Kommentar »

03.03.10 17:37 Uhr
Spectator
Meilen weit weg
Sie scheinen fehl informiert zu sein. Der Abstand zwischen BMW und Audi ist noch beträchtlich. Beim Absatz liegt BMW immer noch 26 % vorne. Beim Umsatz, also was man mit den abgesetzten Autos einnimmt, ist der Abstand noch viel größer: Audi Automobile machte 2009 gerade mal 26 Mrd. € Umsatz, BMW Automobile 44 Mrd. €. Von "Rückstand nur noch sehr gering" kann also keine Rede sein. Das parmanente Geschrei Audis will dies nur glauben machen.
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