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Ryder Cup 2018

Golfclub Neuburg als Kanditat für die Ausrichtung eines der wichtigsten Golfturniere

Die Chancen stehen eins zu fünf: Nachdem im April die deutschen Bewerbungsunterlagen um die Austragung des Ryder Cup 2018 eingereicht wurden, stattete die fünfköpfige Delegation, mit Ryder Cup-Direktor Richard Hills an der Spitze, dem Freistaat einen Besuch ab.

Der Traum ist in greifbarer Nähe: Nachdem Schweden seine Kandidatur Ende März zurückgezogen hat, sind neben Deutschland nun nur noch Frankreich, die Niederlande, Portugal und Spanien im Rennen um die Austragung des wohl prestigeträchtigsten Golfturniers der Welt. Als Austragungsort ist das Gelände des Wittelsbacher Golfclubs in Neuburg vorgesehen, wo der Platz für den Ryder Cup 2018 entstehen soll. Zwei Tage lang konnte sich die Bewerbungskommission vor Ort einen Eindruck verschaffen, im Rahmen ihrer Besucherreise in alle Bewerbernationen.

Die fehlende Unterstützung der Regierung hat den Skadinaviern einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Wir verlangen Garantien, dass die finanziellen Anforderungen erfüllt werden können", erklärte Hills über die Erwartungen an den Gastgeber 2018 bei der Übergabe des "Bid Book", der offiziellen Bewerbungsunterlagen, am Dienstagabend in der Staatskanzlei München. Zudem sei es sehr wichtig zu sehen, wie groß die Unterstützung durch die Politik im Bewerbungsland ist.

Die Lizenzgebühr für die Bewerbung beträgt 18 Millionen Euro, wovon die bayerische Staatsregierung neun Millionen übernimmt. „Die Bewerbung ist nicht nur für Bayern, sondern eine für ganz Deutschland wichtige Aufgabe von nationalem Rang. Der Bund muss also mit ins Boot“, sagte Staatskanzlei Chef Siegfried Schneider.

„Im April 2011“ soll, nach Angaben von Hill, die Ryder Cup Limited die Entscheidung treffen, welches Land den Zuschlag erhält und ob Bayern, laut Schneider, „an das Sommermärchen der WM 2006 anknüpfen darf“. Man wolle einmal mehr beweisen, dass Bayern ein gastfreundliches und sportbegeistertes Land ist. Mit den olympischen Spielen und der Fußball-WM zählt der Ryder Cup zu den größten Sportereignissen der Welt. „Wir versprechen uns große Impulse für den Golfsport und eine wirtschaftliche und, vor allem für den fränkischen Raum, touristische Entwicklung“, erklärt der Minister weiter.

Würde Golf derzeit in Deutschland noch als elitärer Sport angesehen, könne sich das, nach Meinung von Schneider, mit der Austragung im bayerischen Raum durchaus ändern. „Vor 20 Jahren galt Tennis auch noch als elitär, das ist heute anders. Eine ähnliche Bewegung wird es sicherlich auch im Golf geben.“

Norbert Löhlein, Präsident des Bayerischen Golfverbandes und seit 17. April neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Ryder Cup Deutschland GmbH, ist sich ebenfalls sicher, dass die Austragung einen Boom in der deutschen Sportgemeinschaft, vor allem bei jungen Leuten, auslösen würde: „Die WM hat damals rund 170.000 neue Sportler generiert. Das zeigt, wie wichtig ein solches Event für die jüngeren Generationen ist.“

Seit 1927 wird der Ryder Cup alle zwei Jahre im Wechsel in den USA und Europa durchgeführt, wo in zwei Mannschaften die besten Golfer Europas und der Vereinigten Staaten von Amerika gegeneinander antreten. Gastgeber auf dem europäischen Festland war bislang nur Spanien (Valderrama 1997). Die nächste Austragung wird im Oktober 2010 im walisischen Celtic Manor stattfinden, wo die USA ihren Titel verteidigen werden.

(Nurcan Özdemir)


 


 

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