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S-Bahn München

Einstiegsmarkierungen unterstützen Fahrplantreue

Die S-Bahn München hat als erstes DB-Bahnunternehmen einen externen Lackierservice zur Verbesserung der Fahrplantreue der oft nur im 90 Sekunden-Abstand fahrenden Züge in Anspruch genommen.

Die Signalmarkierung an allen Einstiegsbereichen von 234 S-Bahn-Zügen soll schnell Nachahmer finden. Mit diesem Ziel hat die Deutsche Bahn mit den Lackprofis von mt decore einen Rahmenvertrag geschlossen.

Nach Auskunft eines Bahnsprechers dient die Zusatzmarkierung im Einstiegsbereich der S-Bahnen der Pünktlichkeitsverbesserung. Sie sollen den Fahrgästen optisch verdeutlichen, dass der gelb markierte Bereich unbedingt frei zu halten ist, da ansonsten die Türen nicht schließen und in der Folge die S-Bahn nicht abfahren kann. Mit den Markierungsarbeiten wurde der auf Lack- und GFK-Erneuerung bei Schienenfahrzeugen spezialisierte Serviceanbieter mt decore aus der Hauptstadtregion betraut. Das Projekt hat ab Juni 2010 eine Laufzeit von einem Jahr. mt decore ist auf Interieur-Instandsetzung, Markierung sowie Vandalismusprävention in und an Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs spezialisiert.

Dopplereffekt: Sekunden führen zu Verspätungen

Der Auftrag beinhaltet das Aufbringen von Fußboden- und Seitenmarkierungen im Türbereich der Stadtbahnzüge, um für die Fahrgäste den Wirkungsbereich der Lichtschranken besser erkenntlich zu machen. Die Deutsche Bahn empfiehlt diesen Service inzwischen ihren angeschlossenen Bahnbetrieben. In der Praxis werden die Türzonen vor allem in der rush hour oft durch Koffer, Rucksäcken oder von Personen verstellt; Verzögerungen beim Türenschließen von nur wenigen Sekunden pro Halt summieren sich dann auf der betreffenden Linie zu Verspätungen. Entsprechende Signalmarkierungen sollen präventiv wirken.

700 Züge mit farblich-frischem Innenleben

Zur Bilanz von mt decore gehören 700 farblich instandgesetzte Züge innerhalb von zehn Jahren. Eine erste Komplett-Außenlackierung eines Personenzuges wurde kürzlich in Magdeburg abgeschlossen. Kurz vor Jahresende rollt der 200. Straßenbahnzug mit fabrikneuer Haptik aus dem Depot der Berliner BVG – Ergebnis von Prävention und Instandsetzung über Nacht bzw. am Wochenende. Das hierbei angewendete Verfahren zur GFK-Instandsetzung - mit abgebrochenen Ecken und Kanten am Interieur oft Folge von Vandalismus - und nachfolgender Farbauffrischung (Beseitigung von aggressiven Sprühfarben und Normal“graffitis“) wurde eigens für Berlin entwickelt.

Es ist kostengünstig, qualitativ hochwertig und erhöht die Zufriedenheit der Kunden mit ihrem Transportmittel. Bei der Farbinstandsetzung der Tram-Züge war gerade für die letzten Arbeitsschritte spezielles Know-how gefragt: Um das BVG-typische Innendesign – weiß-braune Raster – auch nach Beschädigung wiederherzustellen, musste ein spezieller Sprenkellack entwickelt werden. Für die Wiederaufarbeitung nutzen die Speziallackierer planmäßige Wartungsintervalle bzw. Hauptuntersuchungen. Nach 24 Stunden rollt der eben noch stark in Mitleidenschaft gezogene Straßenbahnzug inklusive Antigraffiti-Prävention und Kratzschutzfolie aus der Werkstatt. Die von mt decore als schnelle „Eingreiftruppe“ entwickelte Lackschadenbeseitigung bei Tram, Bahn und Bus trifft inzwischen auch mit Nachfragen aus Russland, der Schweiz und Italien auf internationales Interesse.

(InnoMedia)


 


 

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