Weitere Artikel
Großangriff aufs iPhone

Das Samsung Galaxy S3 ist da

Auf den Spuren von Apple: Mit großem Tamtam und vor 3000 geladenen Gästen präsentierte Samsung Anfang Mai in London sein neues Smartphone-Flaggschiff Galaxy S3. Nicht nur die Präsentation war spektakulär – auch das Gerät selbst beeindruckt und ist ein mehr als ernsthafter Konkurrent fürs iPhone.

Das Galaxy S3 lässt das Apple-Smartphone in vielerlei Hinsicht alt aussehen. Der Super-AMOLED-Bildschirm misst stolze 12,2 Zentimeter und ist mit seinen 1280 x 720 Bildpunkten knackscharf. Zum Vergleich: Das Retina-Display des iPhone 4S kommt nur auf 8,9 Zentimeter und 960 x 640 Bildpunkte.

Bei der Prozessor-Power liegt das S3 ebenfalls klar vorn: Er bietet vier Rechenkerne mit jeweils bis zu 1,4 Gigahertz Taktfrequenz. Im iPhone 4S werkelt lediglich ein Dual-Core-Prozessor mit je 800 Megahertz. Und auch der Arbeitsspeicher des S3 (1 Gigabyte) ist üppiger als der des Apple-Handys (512 Megabyte).

Besser in Form ist zudem der Akku des Galaxy. Er bietet 2100 Milliamperestunden (mAh), der vom iPhone 1420 mAh. Gleichstand herrscht beim Gerätespeicher. Beide Smartphones sind wahlweise mit 16, 32 und 64 Gigabyte erhältlich. Beim S3 lässt sich der per microSD-Speicherkarte aber noch mal erweitern – beim iPhone ist so etwas nicht vorgesehen.

Der Kameravergleich endet wiederum unentschieden, S3 und 4S kommen auf acht Megapixel – ausreichend für recht gute Schnappschüsse ist das allemal. Gleichstand auch bei der Business-Tauglichkeit: Dank Einbindung von Microsoft Exchange ActiveSync lassen sich mit dem Galaxy wie auch mit dem iPhone geschäftliche E-Mails, Termine, Kontakte und Aufgaben abrufen und synchronisieren.

Die Extras zählen

Doch das Galaxy S3 punktet zusätzlich mit smarten Extrafunktionen. Samsung hat das in der Bedienung etwas umständliche Android-Betriebssystem (installiert ist die Version 4.0, Codename „Ice Cream Sandwich“) clever getunt, um zu Apples iOS aufzuschließen:
Den iPhone-Sprachassistenten Siri kontern die Koreaner mit der Sprachsteuerung S-Voice. Die antwortet ebenfalls im Plauderton auf Fragen – und ermöglicht sogar Schnappschüsse auf Kommando.


Darüber hinaus überrascht das S3 mit Bedientricks, die das iPhone nicht bietet. So erkennt es per Frontkamera, ob man gerade aufs Display schaut – und dunkelt dann den Bildschirm nicht (wie sonst aus Energiespargründen) ab. Äußerst praktisch zum Beispiel beim Lesen von E-Mails oder Dokumenten. Auch klasse: Öffnet der Nutzer eine SMS oder einen Telefonbucheintrag, muss er zum Telefonieren nur noch das Gerät ans Ohr halten. Das S3 erkennt dies und startet dann automatisch einen Anruf.

Aber das Design zählt eben auch

In einem nicht ganz unwichtigen Punkt kann das S3 dem 4S dann aber doch nicht das Wasser reichen: dem Gerätedesign. Das Galaxy besteht aus zwei billig anmutenden Plastikhälften, während das iPhone ein hochwertiges Gehäuse aus Glas und Metall bietet.

Da hatte man sich angesichts der im Vorfeld brodelnden Gerüchte um eine Hülle aus Keramik oder ebenfalls aus Metall deutlich mehr versprochen. Das Plastikgewand dämpft dann doch die Freude über die Toptechnik und die cleveren Bedienfunktionen des S3 – schade.

UVP:
iPhone 4S 16 GB: 629 Euro  
Galaxy S3 16 GB: 699 Euro

 Galaxy S3 – Plus und Minus

+ großer, superscharfer Bildschirm

+ sehr schneller Quad-Core-Prozessor

+ leistungsfähiger Akku
+ Sprachsteuerung

+ smarte Extrafunktionen

+ hoher Preis (aber: Samsung hat traditionell sehr hohe UVPs, die Straßenpreise sind deutlich günstiger)

- nicht sehr wertig wirkendes Plastikgehäuse

- Betriebssystem Android (4.0, Ice Cream Sandwich) weniger intuitiv als Apples iOS

Von: Redaktionsservice / Redaktionelle Beratung: http://www.7mobile.de/

(FN)


 


 

Samsung
Galaxy S3
iPhone
Vergleich
Apple
Galaxy S III
Android
Smartphone
Dual-Core-Prozessor
Test

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Samsung" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: