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Mietsteigerung

Laut Merkel sollen Vermieter die Kosten für Klimaschutz-Sanierungen auf die Mieter umlegen, womit die Mieten in utopische Höhen schießen. Ist das gerechtfertigt?

Beate Marschall, Geschäftsführerin des Mieterverein München e.V., verrät business-on.de, ob sie eine Umlage der Kosten für Klimaschutz-Sanierungen auf die Mieter für gerechtfertigt hält oder nicht.

»Eine noch höhere Umlage als bisher schon ist keinesfalls gerechtfertigt. Das von der Bundesregierung beschlossene Energie- und Klimakonzept sieht vor, dass schrittweise bis 2050 der Primärenergiebedarf für Wohngebäude um 80 Prozent sinken soll. Was auf den ersten Blick nach einer Entlastung der Mieter bei den Heizkosten klingt, wird jedoch zu drastischen Mietsteigerungen für die Mieter führen. Bereits nach der derzeit gültigen gesetzlichen Regelung kann der Vermieter von den Kosten einer energischen Modernisierung 11 Prozent pro Jahr auf die Miete aufschlagen und zwar zeitlich unbegrenzt. Bei Kosten i.H.v. ca. 31.000,-- € pro Wohnung bedeutet das für eine durchschnittlich große Wohnung mit 62 m² eine Mietsteigerung in Höhe von 284,- € pro Monat. Die Kanzlerin hat offensichtlich keine Vorstellung davon, mit welcher Mieterhöhung die Energieeinsparung bereits jetzt bezahlt werden muss. Mehr können die Mieter nicht verkraften! Wenn Vermieter in ihr Haus investieren wollen, müssen sie sich ebenfalls an den Kosten beteiligen, die Mieter können nicht alles alleine zahlen« meint Beate Marschall, Geschäftsführerin des Mieterverein München e.V..

(Nurcan Özdemir)


 


 

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