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IT-Security

Cyberkriminalität verursacht 750 Millionen Euro Schaden

Durch die kürzliche Entdeckung von "Flame", einem Virus, der über Jahre hinweg unzählige Daten weltweit eingesammelt haben könnte, ist das Theme IT-Sicherheit wieder in aller Munde. Bedrohungen aus dem Cyberspace werden vor allem für Unternehmen immer gefährlicher. Interpol schätzt den jährlichen Schaden durch Cyberkriminalität aug 750 Millionen Euro.

Ob "Flame" die Komplexität und Funktionalität aller bislang bekannten Cyber-Bedrohungen übersteigt - so der russische Anti-Viren-Spezialist Eugene Kaspersky - oder ob hier Panikmache im Spiel ist, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) meint: Klar ist, dass Unternehmen sich mit vielfältigen Formen der Cyberkriminalität auseinander setzen müssen.

Handelsblatt Konferenz Cybersecurity

Eine wichtige Plattform zum Thema Internetkriminalität bietet die 2. Handelsblatt Konferenz Cybersecurity 2012, die am 6. und 7. September 2012 in Berlin stattfindet.

Schwerpunkte der Tagung sind die Erkennung und Bekämpfung von Cyberkriminalität, die Perspektive Militär und Sicherheitspolitik, die Bereiche Datenschutz, Cloud und Mobile Computing sowie der internationale Blick auf Angriffe aus dem Netz.

Unter der Leitung des Medienstrafrechtlers Prof. Dr. Marco Gercke (Cybercrime Research Institute) und des IT-Sicherheitsexperten Prof. Dr. Norbert Pohlmann (Westfälische Hochschule Gelsenkirchen) diskutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, wie man Cyberkriminalität sinnvoll begegnet.

In einem der Konferenz vorgeschalteten Workshop simuliert er realistische Angriffsszenarien und spielt mit den Teilnehmern diverse Handlungsoptionen durch.

In diesem Jahr ist die Handelsblatt-Tagung Teil des Konferenzprogramms der Internationalen Luftfahrtausstellung 2012. Das Programm ist im Internet abrufbar: http://bit.ly/hb_cyber

Europa gemeinsam gegen Internet-Kriminalität

Ende März stellte EU-Kommissarin Cäcilia Malmström die Pläne für ein europäisches Cybercrime-Zentrum (EC3) vor. "Täglich wird eine Million Menschen weltweit Opfer von Cyber-Angriffen", so Malmström. Nicht nur Privatkunden und Unternehmen, auch seien EU-Institutionen das Ziel von Cybercrime-Attacken. Deutsche Behörden meldeten zuletzt weit über 5000 Phishing-Vorfälle, also das Ausspähen von Benutzerdaten und Passwörtern.

Das EU-Zentrum gegen Cyberkriminalität soll ab Januar 2013 unter dem Dach von Europol den Betrieb aufnehmen und die Kontrolle über die Daten aller EU-Länder sicherstellen.

Die Ausrichtung und Strategie des europäischen Zentrums stellt Europol-Vizedirektor Troels Oerting, designierter Leiter des EC3, auf der Handelsblatt Konferenz vor.

Industrie und Politik - gemeinsam gegen Cyberangriffe

Aus Sicht der Industrie erläutert Chen Lifang (Huawei Technologies) die globale Bedrohung und die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit von Unternehmen und Staaten, um ganzheitliche Sicherheitsmaßnahmen zu entwickeln.

"Der heute fast uneingeschränkte Internetzugriff führt zu erhöhten Risiken für die Netzsicherheit. Die IKT-Technologie ist entscheidend für die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft und es liegt in der Verantwortung aller Akteure, die globalen Herausforderungen der Cyber-Sicherheit anzugehen und eine zuverlässige, sichere Nutzung des Internets für alle zu gewährleisten", so Lifang.

(Quelle: ots)


 


 

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