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Schadenersatz

Entscheidung zugunsten von Medienfonds-Anlegern in Musterprozess

Geprellte Anleger des Medienfonds VIP 3 können auf Schadenersatz hoffen. Das Oberlandesgericht (OLG) München entschied jetzt in einem Musterprozess, dass der von der VIP Vermögensberatung München herausgegebene Verkaufsprospekt Fehler aufwies.

 Er sei in mehreren Punkten "unrichtig, unvollständig und irreführend" gewesen, heißt es dem am Mittwoch bekanntgewordenen Gerichtsbeschluss, den ein Musterkläger erwirkt hat. Die als Anlageberater tätige Commerzbank - als Rechtsnachfolgerin der ursprünglich beklagten Dresdner Bank - habe bei der Veröffentlichung des Prospekts "schuldhaft gehandelt".

Medienfonds waren zwischen 1998 und 2005 tausendfach als Steuersparmodell verkauft worden, was sich oft als falsch herausstellte. Stattdessen machten die Fonds hohe Verluste.

Kläger-Anwalt Dietmar Kälberer nannte den Musterentscheid einen "Durchbruch" für VIP-3-Anleger. Dies sei ein "großer Fortschritt in Sachen Anlegerschutz". Die OLG-Entscheidung habe Signalwirkung auch für andere Medienfonds.

(Aktenzeichen: Kap 2/07 - OLG-Musterentscheid vom 8. Mai 2012)

(dapd-bay)


 


 

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