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Schaeffler und Conti: Großes Finale am Donnerstag

Der Streit zwischen den angeschlagenen Automobilzulieferern Schaeffler und Conti dauert unvermindert an. Während der Continental-Vorstandsvorsitzende Karl-Thomas Neumann die Eigenständigkeit seines Unternehmens möglichst erhalten will, setzt Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger nach wie vor auf eine Fusion der beiden Konzerne. Am Donnerstag stehen sich die Kontrahenten bei der Aufsichtsratssitzung der Continental AG gegenüber.

Schaeffler verfügt derzeit über 90 Prozent der Conti-Anteile und plant einen gemeinsamen Technologiekonzern, der in der Lage ist, in Konkurrenz zum Automotive-Weltmarktführer Bosch zu treten. Nach wie vor sind sich beide Unternehmen jedoch uneinig über die Strategie und vor allem die Machtverhältnisse in einem neuen Konzern. Dabei haben die beiden Firmen inzwischen jeweils mehr als elf Milliarden Euro Schulden angehäuft.

Im Gerangel um die Zukunft der Automobilzulieferer kursieren nun Gerüchte darüber, ob Conti möglicherweise durch den Verkauf einzelner Tochterfirmen, wie etwa dem Nürnberger Unternehmen Temic, frisches Geld heranschaffen wolle. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, plant Conti-Chef Neumann zudem die Genehmigung einer Kapitalerhöhung von mehr als einer Milliarde Euro. Dieser Maßnahme müsste der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am Donnerstag zustimmen. Die Mehrheitsverhältnisse stehen dabei derzeit zugunsten von Conti: Neumann könnte eine Kampfabstimmung mit einfacher Mehrheit gegen die Schaeffler-Vertreter gewinnen. Namentlich würden dabei Maria-Elisabeth Schaeffler, ihr Sohn Georg, Aufsichtsratschef Rolf Koerfer, sowie Geißinger und dessen Finanzchef Klaus Rosenfeld überstimmt werden.

Besonders brisant an dieser Strategie ist, dass bei einer Kapitalerhöhung der Anteil der Schaefflers an Continental von 90 Prozent auf 60 bis 70 Prozent sinken würde. Mit einer Zustimmung der Herzogenauracher ist daher nicht zu rechnen. Bei Schaeffler plädieren die Chef-Strategen stattdessen nach wie vor dafür, Conti und Schaeffler unter das Dach einer neuen Holding („NewCo“) zu stecken, die dann an die Börse gehen soll. Vorbildfunktion dafür hat die erfolgreiche Integration des aufgekauften Ex-Konkurrenten FAG Kugelfischer.


(Redaktion)


 


 

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