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Nacht der Tracht

"Schee woar's"

Rund 5000 begeisterte Trachtenfans feierten dort am Freitag und Samstag in ausgelassener Partystimmung die "Nacht der Tracht". „Schee woar's“ lautet das schlichte Urteil der 28-jährigen Ines Schmitter, als sie um 5.00 Uhr morgens strahlend mit ihrem rot-schwarzen Dirndl den Münchner Löwenbräukeller verlässt.

Rund 5000 begeisterte Trachtenfans feierten dort am Freitag und Samstag in ausgelassener Partystimmung die „Nacht der Tracht“. Frei nach dem Motto „Dirndl-Dance und Loden-Lobby“ hatten die Veranstalter
zum achten Mal zu dem Event aufgerufen, um die Tracht „vor dem Verstauben zu bewahren“.

„Es gibt keine andere Veranstaltung in München außer dem Oktoberfest, bei der die bayerische Tradition derart gelebt wird wie hier“, betont Philip Greffenius, der die „Nacht der Tracht“ zusammen mit Wiesn-Wirt Christian Schottenhammel veranstaltet. Besonders erfreulich sei, dass sich hauptsächlich junge „fesche Madln und Buam“ ins Vergnügen stürzten. „Vor 15 Jahren war es für junge Leute noch komisch, Tracht zu tragen, und heute ist jeder stolz auf sein Dirndl und seine Lederhosn“, sagt Greffenius.

Dort sorgen die Band Barfuss und die Soul-Sängerin Rachel Hiew für Stimmung. Klassiker wie „Schifoan“ von Wolfgang Ambros oder „Fürstenfeld“ von STS gehören genauso zum Repertoire wie aktuelle Hits, etwa der Oktoberfest-Kracher „Fliegerlied“. Nach anfänglicher Zurückhaltung füllt sich die Tanzfläche, die umgeben ist von Biertischen und -bänken in Oktoberfest-Ambiente, blitzschnell. Ein mitternächtlicher Luftballonregen sorgt genauso für heitere Stimmung wie DJ Goofy Förster, der kurz nach Mitternacht den zweiten Teil der Party unter dem Motto „Blasmusik goes Dancefloor“ einläutet.

Begeistert zeigt sich auch der stellvertretende Vorsitzende des bayerischen Trachtenverbands, Max Bertl: Er freue sich, dass die Jugend zur Tracht zurückgefunden habe. Dennoch betont er, dass die Tracht, die bei Veranstaltungen dieser Art getragen werde, nichts mit dem zu tun habe, wofür offizielle Trachtenvereine einstehen. „Mir ist das sehr recht, dass die Jugend so etwas trägt, aber man darf es nicht mit dem verwechseln, was wir machen“, sagt Bertl. Veranstaltungen wie die „Nacht der Tracht“ zielten eher auf Mode-Trends ab. Da sei es ein Jahr in, Dirndl im Landhaus-Stil zu tragen, und im nächsten Jahr seien extrem kurze Dirndl Trend. Bei der Tradition gehe es aber um den Erhalt der Tracht, nicht um neue Trends. Dennoch findet Bertl: „Für eine Großstadt wie München ist das bestimmt ein großes Ereignis.“

(Redaktion)


 


 

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