Schifffonds
Schifffonds gehen unter – Anlegern drohen massive Verluste
München. Wegen ihrer steuerlichen Vorteile galten Schiffsbeteiligungen jahrelang als Geheimtipp für Spitzenverdiener. Seit 2005 sind die Abschreibungsmöglichkeiten jedoch stark eingeschränkt, woraufhin die Finanzbranche begann, die riskanten Geldanlagen auch an „Normalverdiener“ zu verkaufen.
„Anleger wurden mit Renditen von bis zu 12% gelockt; viele Anleger wussten aber nicht, welche Risiken sie eingehen“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V..
Unzählig Betroffene müssen aktuell feststellen, dass sie womöglich falsch beraten wurden und viel Geld schlichtweg „über Bord“ ging.
Grund für die Schieflage zahlreicher Schiffsbeteiligungen ist die weltweite Schifffahrtskrise. Infolge der Wirtschaftsflaute gingen die Fracht- und Charterraten in den vergangenen Monaten drastisch nach unten; der Containerverkehr auf den Weltmeeren brach ein. Verschärft wird die Lage zugleich durch das Überangebot immer neuer Containerschiffe. „Bei vielen Fonds reichen die Einnahmen deshalb nicht mehr aus, um die Kosten zu decken, was für die Anleger das Ausbleiben versprochener Ausschüttungen bedeutet“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter. Aktuell droht in zahlreichen Schifffonds die Rückzahlung geleisteter Ausschüttungen.
(Schutzverein für Rechte der Ba)
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