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Schneefälle

Hunderte Unfälle auf schneeglatten Straßen

Die heftigen Schneefälle in Bayern haben bis in die Nacht auf Autobahnen und Landstraßen zu Hunderten Unfällen geführt.

Zumeist blieb es bei Blechschäden und Leichtverletzten, wie die Polizeipräsidien mitteilten. Bis zum Morgen hatte sich die Lage weitgehend entspannt. In acht Landkreisen und Städten im Nordosten des Freistaats gab es dennoch an den Schulen schneefrei.

In Oberfranken kam es nach Angaben der Polizei durch Schnee und Eis bis in die Nacht zu Unfällen und Behinderungen. Auf Landstraßen blieben Autofahrer in Schneewehen stecken und mussten abgeschleppt werden. Auf der B 303 am Silberhausberg bei Wunsiedel ging ohne Winterausrüstung und Schneeketten nichts mehr. Auch in Mittelfranken kam es zu zahlreichen Unfällen. Ab Mitternacht entspannte sich die Situation wieder. Der morgendliche Berufsverkehr sei für die Witterungsverhältnisse weitgehend normal verlaufen, sagte Polizeisprecher Robert Sandmann.

In der Oberpfalz ereigneten sich nach Angaben des zuständigen Polizeipräsidiums zwischen Mittwochnachmittag und Donnerstagvormittag 130 Verkehrsunfälle. Dabei wurden sieben Menschen leicht und eine Person schwer verletzt.

Tote in Franken

In Unterfranken kam eine 30-jährige Aufofahrerin ums Leben, als ihr Wagen bei Stockstatt bei nasser Fahrbahn und leichtem Schneefall von der Straße abkam und sich überschlug. Sie wurde aus dem Auto geschleudert und tödlich verletzt. Im Landkreis Nürnberger Land blieb ein Lastwagen wegen der winterlichen Verhältnisse auf einem Bahnübergang hängen und wurde von einem Regionalzug gerammt. Der 46-jährige Fahrer starb noch am Unfallort. Von den etwa 100 Fahrgästen erlitten vier Fahrgäste leichte Verletzungen.

In Oberbayern waren die meisten Straßen bis zum Morgen frei. In der Nacht war es noch zu stärkeren Behinderungen, zahlreichen Blechschäden und mehreren Lkw-Unfällen auf den Autobahnen gekommen. Unter anderem schleuderte ein Milchtransporter in der Nähe des Inntaldreiecks in die Mittelleitplanke. Die gesamte Ladung von 27.200 Litern ergoss sich über die Fahrbahn, der Lkw stellte sich quer. Die Autobahn musste komplett gesperrt werden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf eine halbe Million Euro.

In Schwaben kam es zu Störungen auf den Autobahnen und kleinen Unfällen. Bis zum Morgen hatte sich die Lage weitgehend entspannt. Die A 96 musste gesperrt werden, nachdem ein Lkw in die Mittelleitplanke gefahren war. Es bildeten sich mehrere Kilometer Stau. Auch in Niederbayern kam es in der Nacht noch zu zahlreichen Blechschäden. Am Vormittag kollidierte auf der A 3 ein Lkw mit einem Wohnmobil. Weitere Fahrzeuge fuhren in die Unfallstelle. Die Autobahn wurde gesperrt.

Probleme im Bahnverkehr

Im Bahnverkehr kam es vor allem in Nordbayern zu starken Beeinträchtigungen. Besonders betroffen war der Großraum Bamberg, Lichtenfels, Saalfeld, Hof und Cham. Der Fernverkehr aus Leipzig in Richtung Nürnberg musste zeitweise eingestellt werden. In Nürnberg wurde ein ICE zur Übernachtung bereitgestellt, da alle Hotels nach Bahnangaben ausgebucht waren. In Hof wurden Übernachtungsmöglichkeiten im Bahnhofsgebäude eingerichtet.

Im Luftverkehr beruhigte sich die Lage am Donnerstag dagegen. In München waren beide Start- und Landebahnen frei, wie ein Sprecher erklärte. Dennoch fielen noch 75 Flüge wegen Problemen an anderen Orten und aus organisatorischen Gründen aus. Häufig seien Flugzeuge nicht dort, wo sie sein sollten, könnten also auch nicht starten, erklärte der Sprecher. Am Mittwoch waren in München 350 Flüge annulliert worden.

Am Nürnberger Flughafen kam es am Donnerstagmorgen noch zu Behinderungen bei zahlreichen Flügen. Die Verspätungen lägen zwischen 15 Minuten und eineinhalb Stunden, sagte ein Sprecher. Zwei Flüge fielen wegen Problemen an anderen Orten aus.

(dapd-bay Anna Ringle-Brändli)


 


 

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