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Schneefälle

Winterchaos auf Bayerns Straßen

Anhaltende und kräftige Schneefälle haben auf den bayerischen Straßen zu Hunderten Unfällen und massiven Behinderungen geführt. Dutzende Menschen wurden verletzt, eine 17-Jährige kam ums Leben.

Besonders stark betroffen waren Mittelfranken und die Oberpfalz. Bis zum Vormittag entspannte sich die Lage, als die Schneefälle von Norden nach Süden nachließen und aufhörten.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken meldete alleine rund 170 Unfälle von Mitternacht bis zum Vormittag. Dort war es bereits am Abend zu Problemen gekommen. Im ganzen Regierungsbezirk fiel die Schule aus. Im Stadtgebiet Nürnberg seien rund 40 Zentimeter Neuschnee gefallen, sagte ein Polizeisprecher. So viel Schnee auf einmal in der Stadt habe er noch nicht gesehen. Die Straßenbahn musste ihren Betrieb einstellen, Busse verkehrten nur noch vereinzelt. Auch die Müllabfuhr konnte nicht ausrücken. Am Vormittag habe sich die Lage aber entspannt, nachdem Tauwetter eingesetzt habe, sagte der Polizeisprecher. Zudem seien offenbar auch viele Menschen zu Hause geblieben.

In der Oberpfalz kam es zu rund 100 Unfällen. Auch hier fiel an vielen Schulen der Unterricht aus. Vor allem in und um Regensburg sorgten schnee- und eisglatte Fahrbahnen für Behinderungen und lange Staus. Der Busverkehr wurde dort über Nacht eingestellt. Der folgenschwerste Unfall ereignete sich am Donnerstagabend auf der Bundesstraße 299 bei Berching im Landkreis Neumarkt. Ein Auto schleuderte in den Gegenverkehr und stieß mit einem Lkw zusammen. Die 17-jährige Beifahrerin starb noch am Unfallort, der 21-Jährige Fahrer wurde schwer verletzt. Die Straße war für rund vier Stunden gesperrt.

Zwangspause auf der A 3

Größere Behinderungen gab es auf der A 3. Kurz vor der Ausfahrt Wörth-Ost in Richtung Passau rutschte ein Sattelzug in den Grabe und kippte um. Der Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon. In Richtung Nürnberg blieb ein Sattelzug zwischen Parsberg und Velburg hängen und blockierte die gesamte Fahrbahn. Selbst Räumfahrzeuge standen im Stau. Zwischen Beratzhausen und Neumarkt blieben in beiden Richtungen zahlreiche Lastwagen an Steigungen hängen.

Auch in Niederbayern gab es rund 30 Zentimeter Neuschnee. Bei rund 60 Unfällen wurden ein Mensch schwer und sechs weitere leicht verletzt. Bei Morolding stürzte am Morgen ein mit rund 800 Grad heißem Flüssigaluminium beladener Gefahrguttransporter um, wie die Polizei mitteilte. Eine geringe Menge des Stoffes trat aus, der Fahrer wurde leicht verletzt. Er hätte bei den winterlichen Straßenverhältnissen gar nicht unterwegs sein dürfen.

In Schwaben kamen bei anhaltendem Schneefall und teils schneeverwehten Straßen zahlreiche Fahrzeuge von ihrem Weg ab, zudem gab es immer wieder Auffahrunfälle. Bis zum Vormittag zählte die Polizei gut 60 Unfälle. Auf der A 96 zwischen Bad Wörishofen und Buchloe-West wurden insgesamt sechs Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt. Vier Personen wurden dabei leicht verletzt.

Behinderungen durch verunglückte Lkw

In Oberbayern kam es seit den Abendstunden zu mehr als 150 Unfällen. Die Staatsstraße 2080 musste bei Ebersberg wegen Glätte komplett gesperrt werden. Auf der A 92 und der A 8 kam es durch verunglückte Lkw zu Behinderungen.

In Oberfranken, das am Donnerstag von massiven Verkehrsbehinderungen betroffen war, krachte es rund 50 Mal. Es blieb zunächst aber bei Blechschäden. Am Vormittag herrschte dort bereits wieder Sonnenschein. Auch aus Unterfranken meldete die Polizei am Vormittag keine größeren Behinderungen.

(dapd-bay Anna Ringle-Brändli)


 


 

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