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Ökonomische Verbraucherbildung

Mehr Fitness für Bayerns Schüler in Finanzfragen

Wie funktionieren die Finanzmärkte? Welche Rechte habe ich als Verbraucher? Wie kann ich mich vor Abzocke im Internet schützen? Kann ich mir meine Wünsche leisten? Welche längerfristigen Verpflichtungen gehe ich ein? Was muss ich tun, um meine persönlichen Daten im Internet zu schützen? - In derartigen Fragen sollen Bayerns Schülerinnen und Schüler künftig mehr als bisher fit gemacht werden.

Der Schwerpunkt des Unterrichts soll anhand von praktischen Projekten in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Praxis erfolgen. Im neuen Portal www.verbraucherbildung.bayern.de gibt es dazu ab sofort Projektvorschläge und praktische Unterrichtshilfen, zugeschnitten auf die bayerischen Lehrpläne.

Für Bayerns Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk ist die Vermittlung von Markt-, Finanz- und Datenkompetenz an Schulen ein dringendes Anliegen: "Man muss sich einmal vor Augen führen: Die Zahl der überschuldeten Menschen im Alter unter 20 Jahren hat sich in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt. Kinder und Jugendliche sind tagtäglich einer Flut von Konsumangeboten ausgesetzt. Mit wenigen Mausklicks schnell einen Musiktitel herunterladen, per gebührenpflichtiger Nummer in Casting-Fernsehsendungen abstimmen, per Handy mal eben ein paar Bilder verschicken - das sind für junge Erwachsene tolle Möglichkeiten, doch über die finanziellen und rechtlichen Auswirkungen wissen sie oft viel zu wenig Bescheid. Auch die Finanzmärkte sind mittlerweile hoch komplex und verwoben. Schülerinnen und Schüler müssen frühzeitig lernen, die Zusammenhänge zu verstehen."

Für Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle geht es darum, die Verbraucherbildung an Schulen wirksam weiter zu stärken im Sinne einer "Art Hilfe zur Lebensführung". "Wir können dabei auf bewährten Grundlagen in den Lehrplänen und der Praxis in den Schulen aufbauen." Schülerinnen und Schüler erhalten wichtige Informationen für ihr Verhalten als Verbraucher z.B. in Fächern wie "Wirtschaft und Recht". Darüber hinaus würden auch Fächer wie Biologie durch Informationen zur Ernährung bereits heute zu einer umfassenden Verbraucherbildung beitragen, so der Minister. "Bei unserer Initiative setzen wir auch auf die Unterstützung durch das Elternhaus. Es muss uns gelingen, die Kinder und Jugendlichen möglichst frühzeitig fit zu machen für den Lebensalltag." Denn sie verfügten über Geld und würden als Kunden intensiv umworben.

Gemeinsam mit dem Verbraucherschutzministerium hat das Kultusministerium im Februar 2009 bereits Richtlinien für die ökonomische Verbraucherbildung erlassen. Die wirtschaftliche Verbraucherbildung wird damit bayernweit an allen Schularten und Jahrgangsstufen fächerübergreifend gestärkt. Mit dem neuen Portal werden nun den Lehrerinnen und Lehrern praktische Hilfen an die Hand gegeben. Zusätzlich dazu bietet die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen ab dem kommenden Schuljahr onlinebasierte Fortbildungsangebote zum Thema an. Zum neuen Schuljahr wird außerdem ein Schulversuch zur Stärkung der ökonomische Verbraucherbildung gestartet.

Die Richtlinien, das Portal sowie das Fortbildungsangebot für Lehrkräfte wurden heute auf einer Tagung an der Akademie in Dillingen Vertretern der Schulaufsicht, Seminarlehrern und Vertretern von Schulen vorgestellt.

(Bayerisches Staatsministerium )


 


 

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