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Schutz vor Zecken

Sommer, Sonne, Zeckenalarm!

Mit den steigenden Temperaturen zieht es jetzt nicht nur die Menschen wieder vermehrt ins Freie, auch die Zecken werden wieder aktiv. Normalerweise sind Zecken nicht gefährlich, sie können jedoch Krankheiten übertragen, daher ist durchaus Vorsicht geboten. Wir zeigen Ihnen wie Sie sich vor Zecken schützen können und was Sie im „Verdachtsfall“ tun sollten.

Gleich zu Anfang gilt es, mit einem Vorurteil aufzuräumen: Zecken fallen nicht, wie viele denken, von Bäumen, sondern leben in maximaler Bodenhöhe von 1,5 Metern in Büschen, hohen Gräsern, strauchigem Unterholz und Laub. Sobald die Temperaturen auf acht bis zehn Grad steigen, wandern die kleinen Tiere los. Normalerweise sind ihre Stiche harmlos, in Risikogebieten können Zecken jedoch auch Erreger übertragen, durch die Menschen an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erkranken können.

Unterholz meiden – auch wenn es noch so viel Spaß macht

Wer daher im Wald oder auf dem Feld unterwegs ist, sollte Märsche durch belaubtes Unterholz meiden und möglichst vegetationsarme Wege suchen. Hier gilt es vor allem Kinder anzuhalten. Sie lieben es normalerweise, durch das Dickicht zu streichen. Um hier auf Nummer Sicher zu gehen, sollte lange Kleidung getragen werden, die vor allem an den Hand- und Fußgelenken eng anliegt, auch und vor allem im Hochsommer. Wer auf zusätzliche Mittel vertrauen möchte, die Zecken vom Körper fern halten sollen, dem sei ein Blick auf die Untersuchungsergebnisse der Stiftung Warentest empfohlen. Die meisten gängigen Anti-Zecken-Mittel funktionieren nur sehr mangelhaft. Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2001 18 Antizecken-Lotions und -Sprays getestet. Das Ergebnis: Nur vier Produkte bieten einen wirksamen Schutz – und den auch nur temporär.

Was tun wenn man eine Zecke am Körper entdeckt?

Es gibt mittlerweile in Apotheken sogenannte „Zeckenzangen“, die das vollständige Herausnehmen der Tiere mitsamt ihren Zangen erleichtern sollen. Dies ist sicherlich richtig, aber damit man ganz sicher sein kann, dass man nicht die Zangen und den daran hängenden Kopf der Tiere übersieht, sollte zur Sicherheit vor allem bei Kindern immer noch mal ein Arzt zurate gezogen werden.
Selbst wenn die Zecke entfernt werden konnte, sollten Betroffene das Areal der Stichstelle regelmäßig auf Veränderungen wie beispielsweise Rötungen kontrollieren. Aber nicht jeder Zeckenstich ruft gleich Borreliose hervor. Etwa jede fünfte Zecke im europäischen Raum ist mit Borrelien infiziert. Bei jeglicher Rötung sollte sofort der Hausarzt konsultiert werden. Der kann Auskunft geben, was zu beachten ist.

Manche Zecken übertragen Borelliose und FSME

Treten zeitnah grippeähnliche Beschwerden auf, wie zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichtes Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen und geschwollene Lymphknoten, könnte eine Infektion mit Borrelien vorliegen. Hier sollte in jedem Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Gefährlich ist vor allem die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Sie ist eine infektiöse Entzündung des Gehirns und/oder der Hirnhäute und wird hauptsächlich durch den Stich infizierter Zecken übertragen. Die FSME kann in mehreren Phasen und Erscheinungsformen verlaufen: Zuerst bekommt man meist Fieber, Kopf-, Kreuz- und Gliederschmerzen, Schnupfen, Appetitlosigkeit, eventuell auch Übelkeit und Verdauungsstörungen. Diese Beschwerden können zwei bis acht Tage anhalten. Da diese Phase einem grippalen Infekt sehr ähnelt, wird die Diagnose FSME in dieser Zeit nur selten gestellt.

Wer sich davor schützen möchte, sollte eine Impfung in Erwägung ziehen. Informationen dazu erteilt der Haus- oder Kinderarzt sowie das jeweiligen Gesundheitsamt.

(Edda Nebel)


 


 

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