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Insolvenz beantragt

Umstrittene Sicherheitsfirma Prevent vor dem Aus

Die wegen ihrer Arbeit für die HSH Nordbank umstrittene Sicherheitsfirma Prevent AG steht vor dem Aus.

Firmensprecher Ralf Schneider bestätigte einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht München. "Die Berichterstattung und ausstehende Zahlungen des Kunden HSH Nordbank haben uns den Rest gegeben", sagte Firmensprecher Ralf Schneider am Donnerstag.

Nach seinen Angaben arbeiteten zuletzt noch sieben Personen für Prevent. Zum Jahreswechsel war bereits die Hamburger Filiale geschlossen worden.

Prevent war wegen der engen Zusammenarbeit mit der Hamburger HSH Nordbank in die Schlagzeilen geraten. Die Detektivfirma hatte den Bankchef Dirk Nonnenmacher beraten und umfangreiche Dienstleistungen für die Bank erbracht. Dabei war es zu vielen Ungereimtheiten gekommen, etwa der Überwachung von Kritikern der Bank.

Die Bank stoppte im Sommer 2010 alle Zahlungen an Prevent, die Firma klagte gegen die HSH auf Zahlung ausstehender 800.000 Euro. Die Bank hatte ihrerseits in Zusammenhang mit hohen Beraterhonoraren für Prevent bei einem Rechtsstreit in der Türkei die Justiz eingeschaltet. HSH-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper sagte im Dezember, es sei "wohl ein Fehler gewesen, Prevent zu engagieren".

Prevent hatte in den letzten Jahren hohe Millionensummen von der Bank kassiert, unter anderem für die dubiosen Überwachungsaktionen von Bankkritikern. Außerdem gab es offene Fragen zur Rolle von Prevent beim Rauswurf von Topmanagern. Die Detektivfirma des früheren Top-Polizisten Thorsten Mehles war auch für ein Sicherheitskonzept für Bankchef Nonnenmacher zuständig. Mehles war schon früher ausgeschieden. Nonnenmacher hat seinen Posten ebenfalls verloren.

(dapd-bay Anna Ringle-Brändli)


 


 

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1 Kommentar

von ralfi999
20.02.11 16:51 Uhr
ein glueckliches Ende von Mehles

Wie Alles begann... 2000 ermittelten bereits Mehles und Detektiv Maxeiner fuer den Anwalt Dr Goerling, Frankfurt am Main. Goerling wiederum hatte den Auftrag von Microsoft, Raubkopierer zu finden, aber auch unerwuenschte Mitbewerber vom Markt zu draengen. Jedoch gelang es Dr Goerling erst 2002, als er ueber seine Bochumer und Koelner Kontakte die damalige Staatanwaeltin Margrit Lichtinghagen fuer sich gewinnen konnte, von der Prevent AG 2002 konstruierte Beweismittel vorzulegen. Lichtinghagen kannte er bereits aus dem Koelner BBV Fall, wo von Dr. Goerling beauftragte Rechtsanwaelte angeblich ohne Wissen des Dr Goerling weit ueber das Ziel hinausschossen. In einem beispiellosen Schauprozess in Bochum wurde dann in der Microsoftsache 2004 tatsaechlich ein Unschuldiger verurteilt. Die Sache liegt aktuell beim EMRK vor. Die Firma Microsoft konnte mit Lichtinghagen und Dr Goerling Unterstuetzung mehr als 50 Mio Euro ungerechtfertigt arrestieren. Saemtliche Behoerden wie BKA, StA, Zoll und Steuerfahndung richteten sich dabei 2000 bis 2003 ausschliesslich nach den Vorgaben der Firma Microsoft. Eine Behoerdensteuerung ohnegleichen, selbst fuer Microsoft unguenstige BGH Urteile wurden vom Bochumer Strafgericht ignoriert. Zumal zwei so serioese und wichtige Personen wie Dr Goerling und Mehles Druck auf die Justiz machten. Hinzu kamen Anrufe des damaligen Justizministers NRW Gerhards bei Gericht, der keinerlei Gnade gegen Microsoft Interessen walten lassen wollte. 2005 wurde dann der ehemalige SPD NRWJustizminister Gerhards von Goerling eingestellt. Mehles erwarb mit Hilfe der neu gegruendeten Prevent AG und vieler SPD Freunde zahlreiche Mandate und sein Geschaeft florierte ebenfalls. Da das Konzept der bei Staatsanwaltschaften vorgelegten fragwuerdigen Preventbelege in Bochum gut fruchtete, behielt man dies spaeter auch bei der HSH und zahllosen anderen Opfern bei. Die HSH wehrte sich jedoch, auch Versuche von SPD Politikern, die Prevent AG und Mehles vor der boesen Bank zu beschuetzen, schlugen Ende letzten Jahres fehl. Nach fast einem Jahrzehnt Mauschelei auf allen Ebenen wurde es nun hoechste Zeit, die Prevent AG zu begraben. Die ueberwiesenen HSH Millionen wurden ja auch von der Prevent ag schon laengst verbraten bzw. ueber Beratervertraege abgefuehrt...
Die wichtigste Frage jedoch
Wen trifft es als Naechsten ...

 

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