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Atomstreit

Siemens und Areva nähern sich wieder an

Der Streit zwischen den Konzernen Siemens und Areva scheint sich zu entspannen. Im Konflikt um den Ausstieg von Siemens aus dem gemeinsamen Atomgeschäft mit den Franzosen wird noch 2010 eine Lösung erwartet.

„Unsere Beziehungen zu Siemens sind weiter sehr freundschaftlich. Wir erwarten die Entscheidung des Schiedsgerichtes über den Wert der Beteiligung von Siemens innerhalb des ersten Halbjahres“, erklärte die Areva-Vorstandsvorsitzende Anne Lauvergeon am vergangenen Donnerstag bei der Vorstellung der Jahresergebnisse.

Der deutsche Technologiekonzern ist zu 34 Prozent Aktionär bei der gemeinsamen Kraftwerksbau-Tochter Areva NP. Ende des Jahres 2008 hatte Siemens bekannt gegeben, künftig mit der russischen Rosatom Atomkraftwerke entwickeln und verkaufen zu wollen. Areva argumentierte, dass Siemens durch die Zusammenarbeit mit Rosatom in direkte Konkurrenz zu seinem Bündnispartner tritt.  Beide Konzerne streiten seitdem darüber, welchen Betrag Areva für den Rückverkauf der Anteile an der gemeinsamen Tochter an Siemens zahlen muss.

Die Zusammenarbeit beider Unternehmen wird jedoch auch durch einen technischen Fehlschlag belastet. Der von Siemens und Areva gemeinsam geplante Atomreaktor in Finnland ist derzeit bereits mindestens drei Jahre verspätet. Bereits im Jahr 2009 hatte Areva für die Zusatzkosten eine Rückstellung von 555 Millionen Euro gebucht. Laut Lauvergeon sei dieses Projekt nun jedoch unter Kontrolle, es drohten keine weiteren Sonderlasten.

(Redaktion)


 


 

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