Weitere Artikel
Siemens AG

Siemens bietet ehemaligen Vorstandsmitgliedern Vergleich bis Mitte November an

Die Siemens AG gibt den ehemaligen Vorständen, gegen die im Zusammenhang mit der früheren Bestechungspraxis im Unternehmen Schadensersatz geltend gemacht wird, bis Mitte November 2009 Gelegenheit, ihre Vergleichsbereitschaft zu erklären. Betroffen sind die früheren Vorstände Johannes Feldmayer, Thomas Ganswindt, Klaus Kleinfeld, Heinz-Joachim Neubürger, Heinrich v. Pierer, Jürgen Radomski und Uriel Sharef. Soweit Einigungen bis zu diesem Zeitpunkt nicht gelingen, wird das Unternehmen Klagen erheben.

Dies hat der Aufsichtsrat der Siemens AG in seiner turnusmäßigen Sitzung am 23. September 2009 beschlossen. Der Zeitrahmen ergibt sich aus den Fristen zur Vorbereitung der Siemens-Hauptversammlung am 26. Januar 2010, die über alle erzielten Vergleichsvereinbarungen abschließend entscheiden muss.

Außerdem billigte der Aufsichtsrat die mit der so genannten D&O-Versicherung erreichte Einigung über einen Deckungsvergleich mit Leistungen bis zu einer Größenordnung von 100 Mio. EUR, ferner die bereits erzielten Einigungen mit den drei ehemaligen Vorstandsmitgliedern Edward G. Krubasik, Rudi Lamprecht und Klaus Wucherer. Die so genannte Directors-and-Officers-Versicherung, kurz D&O, ist eine Vermögens-schadenhaftpflichtversicherung, die Unternehmen für Organe und leitende Angestellte abschließen können. Sie wird auch Manager-Haftpflichtversicherung genannt.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie und Energie sowie im Gesundheitssektor tätig. Rund 430.000 Mitarbeiter (fortgeführte Aktivitäten) entwickeln und fertigen Produkte, projektieren und erstellen Systeme und Anlagen und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Siemens steht seit über 160 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte das Unternehmen nach IFRS einen Umsatz von 77,3 Mrd. EUR und einen Gewinn nach Steuern von 5,9 Mrd. EUR.

(Redaktion)


 


 

Edward G. Krubasik
Rudi Lamprecht
Klaus Wucherer
Siemens AG
Unternehmen
Leistungen
Einigung
Aufsichtsrat
Klage
Bestechung
Vergleich

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Edward G. Krubasik" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: