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Siemens hält Aufklärung der Korruptionsaffäre für abgeschlossen!

Für den Münchner Technologiekonzern Siemens ist die Aufklärung der Korruptionsaffäre offenbar abgeschlossen. "Wir sind ziemlich sicher, dass wir alles aufgeklärt haben, was aufzuklären war", sagte der zuständige Siemens-Vorstand Peter Solmssen.

Der Konzern mit weltweit 410 000 Mitarbeitern habe sich in den drei Jahren seit Bekanntwerden der schwarzen Kassen fundamental erneuert. "Systematisches Fehlverhalten können wir heute und in Zukunft ausschließen, da bin ich sehr sicher", sagte Peter Solmssen.

Siemens wolle nun verstärkt Konkurrenten in den Kampf gegen Korruption einbinden. "Wir suchen den Schulterschluss mit Mitbewerbern, um in verschiedenen Märkten oder Projekten Transparenz bei Ausschreibungen und sauberes Vorgehen bei der Realisierung der Projekte zu gewährleisten", erläuterte der US-Jurist, der vor zwei Jahren auf den neu geschaffenen Vorstandsposten für Rechtsfragen kam. Dabei solle stets ein unabhängiger Monitor wie Transparency International hinzugezogen werden, so dass es keine kartellrechtlichen Bedenken geben kann. Als ein Beispiel nannte er
den Bau des Großflughafens BBI südlich von Berlin.

Die mögliche Klage gegen den langjährigen Konzernchef Heinrich von Pierer und sechs weitere Ex-Vorstände wollte Solmssen nicht kommentieren. "Das ist eine Angelegenheit des Aufsichtsrats", sagte er nur. Pierer hatte im Gespräch mit dem "Tagesspiegel" erkennen lassen, dass er eine außergerichtliche Einigung anstrebt.

(ddp)


 


 

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