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Siemens

Medizintechnik erhält neue Struktur

Siemens will sich mit dem Schritt schärfer auf die einzelnen Marktsegmente fokussieren. Zudem wird Siemens das Geschäft mit Hörgeräten künftig eigenständig führen und direkt dem Medizintechnik-Vorstandsvorsitzenden Hermann Requardt unterstellen.

Auch künftig wird der Bereich aus drei Divisionen bestehen, allerdings ändern sich deren Namen und Zuschnitte, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Aus den bisherigen Divisionen Imaging & IT, Workflow & Solutions und Diagnostics werden künftig Imaging and Therapy Systems, Clinical Products und Diagnostics.

Siemens will sich mit dem Schritt schärfer auf die einzelnen
Marktsegmente fokussieren. Zudem wird Siemens das Geschäft mit
Hörgeräten künftig eigenständig führen und direkt dem Medizintechnik-Vorstandsvorsitzenden Hermann Requardt unterstellen.

Imaging and Therapy Systems soll die Geschäfte mit Großgeräten für
bildgebende Diagnostik und Therapie bündeln. Clinical Products werde
im Wesentlichen das Geschäft mit Röntgen- und Ultraschallgeräten
umfassen, das bislang noch gemeinsam mit den Großgeräten geführt
wird. Diagnostics fasse wie bisher das Labordiagnostikgeschäft
zusammen. Vertrieb und Servicegeschäft erledigt den Angaben zufolge
künftig die Einheit Customer Solutions. Außerdem werde hier das
Geschäft mit Krankenhausinformationssystemen angesiedelt.

Derweil berichte die Online-Ausgabe der "Welt", dass die Siemens
Verkehrssparte Mobility ab Mai ihren Sitz in Berlin haben solle. Die
Details des Umzuges würden derzeit unter Einbindung der
Arbeitnehmervertretungen erarbeitet, hieß es unter Berufung auf
Unternehmenskreise. Erlangen, bislang Sitz der Sparte, und
Braunschweig blieben als wichtige Standorte erhalten. Aus Erlangen
sollen dem Bericht zufolge zunächst 50 Mitarbeiter und aus
Braunschweig etwa 30 Mitarbeiter in die Hauptstadt wechseln.

Die Sparte erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 6,4 Milliarden Euro bei einem Konzernumsatz von 76,7 Milliarden Euro. In Deutschland
beschäftigt Mobility knapp über 10 000 Mitarbeiter, davon über 2000 in Erlangen und rund 2600 in Braunschweig. Die Sparte ist unter anderem für den Hochgeschwindigkeitszug ICE zuständig. Der kanadische
Bombardier-Konzern, schärfster Konkurrent von Siemens, steuert seine
weltweite Bahn-Sparte bereits seit einigen Jahren aus Berlin.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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