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Siemens droht Pierer angeblich mit Milliardenklage

Die Siemens AG will Presseinformationen zufolge Ex-Vorstandschef Heinrich von Pierer wegen der Schmiergeldaffäre auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagen, falls Pierer die von ihm geforderten sechs Millionen Euro nicht in den nächsten Wochen zahlt.

Heinrich von Pierer müsse dann mit seinem gesamten Vermögen haften, heißt es aus Konzernzentrale und Aufsichtsrat, wie die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochausgabe) laut einem Vorabbericht schreibt.

Siemens wirft dem langjährigen Vorstands- und späteren Aufsichtsratschef vor, in seiner Amtszeit die Geschäfte des Unternehmens nicht genug kontrolliert zu haben. Dadurch seien die weltweiten Schmiergeldzahlungen zahlreicher Konzernsparten für lukrative Aufträge möglich geworden. Pierer weist das zurück.

Siemens verlangt von insgesamt elf Ex-Vorständen symbolische Schaden-ersatzzahlungen. Nur drei von ihnen haben sich bislang dazu bereiterklärt. Pierers will sich nach Angaben seines Anwalts zur Siemens-Drohung mit der Milliardenklage nicht äußern, da die Gespräche noch andauerten, schreibt das Blatt. Zu den betroffenen Managern zählt auch Pierers zwischenzeitlicher Nachfolger als Siemens-Chef, Klaus Kleinfeld, der inzwischen den US-Stahlkonzern Alcoa leitet und der ebenfalls alle Vorwürfe zurückweist. Kleinfeld soll zwei Millionen Euro zahlen.

(ddp)


 


 

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