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Wirtschaftskrise

Siemens spürt weiter Kaufzurückhaltung

Der Münchner Technologiekonzern Siemens spürt infolge der Wirtschaftskrise weiter die Zurückhaltung seiner Kunden. In der Folge rechnet der Konzern auch im Ende Juni abgelaufenen dritten Quartal des Geschäftsjahres mit weiteren Rückgängen bei den Neuaufträgen, sagte Finanzvorstand Joe Kaeser am Mittwoch. Gegenüber dem Vorjahr werde der Wert deutlich sinken, und auch verglichen zum Vorquartal sei der Auftragseingang "nennenswert" niedriger.

Vor allem die Geschäfte Industrieautomatisierung, Antriebstechnik sowie die Lichtsparte Osram seien von einer deutlichen Nachfrageschwäche betroffen. Dagegen laufe unter anderem die Verkehrstechniksparte sehr gut, sagte der Manager. Siemens gehe davon aus, dass der Auftragseingang in diesem Bereich in diesem und dem kommenden Jahr deutlich steigen werde.

Zudem teilte Kaeser mit, dass die Kurzarbeit bei Siemens weiter andauern werde. Der Konzern glaube, dass man "das bis zum Aufschwung im kurzzyklischen Geschäft weitgehend aufrecht erhalten" könne. Diesen Aufschwung erwartet Kaeser wie bisher für das zweite Halbjahr des kommenden Geschäftsjahres 2009/10, welches im September endet. Die "Rekordvolumina" von 2007/2008 werden aber in absehbarer Zeit laut dem Manager nicht mehr erreicht.

Mit Blick auf die Ende April revidierte Ergebnisprognose ist Siemens eigenen Angaben zufolge "voll auf Kurs". Der Konzern hatte seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bei Vorlage der Zweitquartalszahlen gesenkt und rechnet seitdem mit einem operativen Gewinn im Kerngeschäft über dem Vorjahresniveau von 6,6 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Konzern eine Zielspanne von 8 Milliarden und 8,5 Milliarden Euro angepeilt.

(Redaktion)


 


 

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