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Umsatzwachstum in Aussicht

Siemens verdient deutlich mehr Geld

Europas größter Technologiekonzern Siemens hat im zurückliegenden Geschäftsjahr seinen Umsatz gesteigert und zugleich deutlich mehr verdient. Für das neue Geschäftsjahr stellte der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher am Donnerstag in München zudem ein moderates Umsatzwachstum in Aussicht sowie einen Gewinn auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig bestätigte er das Ziel, mittelfristig einen Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Euro erzielen zu wollen. In der Gesundheitssparte denkt der Konzern indes über einen Stellenabbau nach.

In dem am 30. September abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 stieg der Nettogewinn aus fortgeführten Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr den Angaben zufolge um 65 Prozent auf 7 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis ergebe sich beim Nettogewinn ein Plus von 55 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Der Umsatz habe um sieben Prozent auf 73,5 Milliarden Euro zugelegt, der Auftragseingang sei sogar um 16 Prozent auf 85,6 Milliarden Euro gestiegen. Die Aktionäre sollen eine von 2,70 auf 3 Euro erhöhte Dividende erhalten.

100 Milliarden Euro Umsatz weiter im Visier

Für das laufende Geschäftsjahr äußerte sich Konzernchef Löscher zuversichtlich. "Wir sind gut gerüstet für ein moderates Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2012 und das mittelfristige Überschreiten der 100-Milliarden-Euro-Schwelle", sagte er. Ziel für den Gewinn sei das Vorjahresniveau von 7 Milliarden Euro, allerdings abzüglich eines positiven Effekts aus der Beendigung der Partnerschaft mit dem französischen Kraftwerksbauer Areva von 1 Milliarden Euro.

Ein "ausgezeichnetes Jahr" sei in den beiden Geschäftssparten Industrie und Energie verzeichnet worden, obwohl eine Wertminderung im Solargeschäft das Ergebnis belastet habe, so Löscher. Profitiert habe Siemens von einem Großauftrag der Deutschen Bahn für den Nachfolger der IC- und ICE-Züge, den sogenannten ICx, im Wert von 3,7 Milliarden Euro. Hinzu kam ein Auftrag für einen Offshore-Windpark in China. Der Lichtsparte Osram soll indes weiterhin zu einem späteren Zeitpunkt an die Börse gebracht werden.

In der Sparte Gesundheit denkt Siemens angesichts der weltweiten Veränderungen im Gesundheitsbereich indes über einen Stellenabbau nach. Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern hätten bereits begonnen. Es sei allerdings "klares Ziel", in Deutschland ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. In Deutschland zählt die Gesundheitssparte, einer der vier Siemens-Geschäftsbereichen, rund 3.500 Stellen.

(dapd-bay Ralf Beunink)


 


 

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