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Hypo Real Estate (HRE)

Soffin-Chef verspricht Altaktionären der HRE faire Behandlung

Nach der geplanten vollständigen Übernahme des Münchener Immobilien- und Staatsfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) durch den Staat soll die Bank rasch vom Kurszettel verschwinden. Mittelfristig will der Bund die inzwischen im SDAX notierte HRE dann aber wieder an die Börse zurückführen, wie der Chef des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin, Hannes Rehm, dem "Handelsblatt"(Donnerstagausgabe) sagte.

"Der Staat ist auf Dauer nicht der bessere Banker, sondern nur temporär der bessere Eigentümer", sagte der frühere Vorstandsvorsitzende der Norddeutschen Landesbank. Hannes Rehm stellt auch Vorteile für die Altaktionäre der HRE in Aussicht, ohne diese genauer zu quantifizieren. Es gelte, bei der späteren Rückkehr an die Börse Wege zu finden, Altaktionäre fair zu behandeln: "Ich sage dies mit Blick auf das jetzt in der öffentlichen Diskussion stehende Rückkaufsrecht der Aktionäre."

Der rechtlichen Risiken beim geplanten Herausdrängen (Squeeze-out)
der letzten Aktionäre auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 5. Oktober ist sich der Soffin-Chef bewusst. "Klagen, die bis zum Verfassungsgericht gehen, sind durchaus möglich", so Rehm. Er verteidigte das Angebot an die verbliebenen freien Aktionäre von 1,30 Euro je Aktie . Man liege über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis. "Mit welcher Begründung hätten wir dem Steuerzahler sagen sollen, dass er mehr Geld für eine Bank ausgeben soll, die nach Bewertungsgutachten keinen Cent mehr wert ist? Ich sehe keine", sagte Rehm.

(ddp)


 


 

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