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Solar-Krise

Bosch macht Eine Milliarde Euro Verlust

Beim Autozulieferer Bosch scheint momentan bestimmt nicht die Sonne: Die Probleme im Segment der Solartechnik haben dem Konzern in den vergangenen zwölf Monaten einen Verlust von einer Milliarde Euro beschert. Damit rutschte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen im abgelaufenen Geschäftsjahr von 2,7 Milliarden auf nunmehr 1,1 Milliarde Euro.

Obwohl das Unternehmen die Zahlen bereits seit längerem auf dem Tisch hat, findet das Management keine Lösung. Aus der Zentrale heißt es, man wolle "alle denkbaren Möglichkeiten" prüfen.

Schwache Europa-Konjunktur

Der Gau in der Geschäftssparte Solar hat sich bereits in den Jahren 2009, 2010 und 2011 mehr als deutlich abgezeichnet. Der Preisverfall, die chinesische Konkurrenz und nicht zuletzt staatliche Subventionskürzungen haben Bosch bereits 2011 einen Einbruch des operativen Gewinns auf 2,7 Milliarden Euro eingebrockt. Um sich weiter eigenständig zu finanzieren, muss das Unternehmen im Stiftungsbesitz und 306.000 Beschäftigten aber eine Marge von acht Prozent und ein jährliches Umsatzwachstum von ebenfalls acht Prozent erwirtschaften.

Ob die Schwaben diese Zielmarken künftig erreichen können, ist angesichts des verheerenden Geschäftsergebnis im Solarbereich fraglich. Denn vor dem Hintergrund der Konjunkturflaute in Europa stiegen die Umsätze mit Kfz-, Industrie- und Gebäudetechnik sowie Werkzeugen weltweit nur marginal um 1,6 Prozent auf 52,3 Millionen Euro. Bosch setzte in Nordamerika 17 und in Asien fünf Prozent mehr um. In Südamerika fiel der Umsatz um 16 Prozent hinter das Vorjahr zurück. Weniger gut verkauften sich auch Produkte aus dem Dieseltechnik-Bereich.

Geschäftsausblick bleibt verhalten

Bosch rechnet für 2013 im Vergleich zu 2012 "mit einem etwas besseren, aber keinem starken Umsatzwachstum" von etwa zwei Prozent, so Konzernchef Volkmar Denner. 2013 solle nach der "nicht zufriedenstellenden" Entwicklung an der Verbesserung der Ertragskraft gearbeitet werden. Eine operative Rendite von acht Prozent werde man auch im laufenden Geschäftsjahr nicht erreichen können. Ziel sei es, die Fixkosten zu drücken und Obergrenzen für Investitionen einzuführen, um künftig auch Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent ohne gesetzliche Kurzarbeit abfedern zu können.

Quelle: pressetext.com

(Redaktion)


 


 

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