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Solar Millenium Pleite

Inhaber von Anleihen drohen erhebliche Verluste

Nicht nur die Aktionäre und Gläubiger der insolventen Solar Millenium AG aus Erlangen haben vermutlich einen hohen finanziellen Verlust zu tragen, sondern auch Anleger, die dem Unternehmen über Unternehmensanleihen Geld zur Verfügung gestellt haben, fürchten nun um ihre Investitionen.

Darauf hat der DVS Deutscher Verbraucherschutzring e.V. aus Erfurt hingewiesen, der für die geschädigten Anleger eine Arbeitsgemeinschaft gegründet hat.

„Firmengeflecht“ lässt noch keine klaren Strukturen erkennen

“Aufgrund des undurchsichtigen Firmengeflechts ist derzeit noch unklar, wie hoch der Schaden für die privaten Anleger der Fonds wirklich sein wird”, betont Claudia Lunderstedt-Georgi, Geschäftsführerin des DVS Deutschen Verbraucherschutzrings e.V. “Wir befürchten allerdings, dass über 200 Millionen Euro Anlegergelder nicht nur bedroht, sondern möglicherweise größtenteils sogar weg sind”, so die DVS-Geschäftsführerin.

Sind die Anleger gezielt hinters Licht geführt worden?

Auch die Aktionäre von Solar Millenium sitzen nun auf ihren nahezu wertlosen Aktien. Hinzu kommt, dass sie als Miteigentümer das unternehmerische Risiko mittragen und in der Rang-folge der Gläubiger ganz hinten stehen. Zu Spitzenzeiten im Jahr 2007 notierte die Aktie bei fast 50 Euro und das Unter-nehmen verzeichnete einen Börsenwert von 270 Millionen Euro. Unklar ist, warum und vor allem wie schnell der Absturz des Unternehmens erfolgte. Die ersten Verdächtigungen machen die Runde, ob vielleicht die Anleger gezielt hinters Licht geführt wurden?

“Betroffene sollten trotzdem umgehend ihre Ansprüche anmelden. Gerade weil noch nicht geklärt ist, wo und wie viel Geld des Unternehmens und seiner Tochterfirmen vorhanden ist”, betont Claudia Lunderstedt-Georgi. Der DVS hat unmittelbar nach Bekanntwerden des Insolvenzantrags von Solar Millenium eine Arbeitsgruppe gegründet und eine Hotline (03641/35 35 04) eingerichtet, an die sich geschädigte Kapitalanleger wenden können. 

Geschädigte Anleger können sich an den DVS Deutscher Verbraucherschutzring e.V. wenden

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (Erfurt) hat die für die Fondsanleger eine Arbeitsgemeinschaft “Solar Millenium” gegründet. Geschädigte Anleger können sich der DVS-Arbeitsgemeinschaft anschließen. Die Aufnahme in diese DVS-Arbeitsgemeinschaft kostet lediglich eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 59,50 Euro (inklusive Mehrwertsteuer). Die Mitglieder einer DVS-Arbeitsgruppe erhalten eine professionelle Einschätzung (Erstbewertung) ihres Falles bzw. ihrer Unterlagen durch einen DVS-Vertrauensanwalt.
Weitere Informationen unter www.dvs-ev.net

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) setzt sich seit Jahren gezielt für die Interessen geschädigter Verbraucher und Kapitalanleger ein. Oberstes Ziel des DVS ist es, einen privaten Verbraucherschutz in Deutschland weiter fest zu verankern, um so die Interessen der Verbraucher konsequent gegen betrügerische Unternehmen durchzusetzen.

(Redaktion)


 


 

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