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Auch Computerveteranen noch nach wie vor gefragt

Zu den Hochzeiten der „New Economy“ galten sie als schwer vermittelbar: Fachkräfte, die das 50. Lebensjahr überschritten hatten. Der demografische Wandel und die Rückbesinnung auf die Vorteile einer langjährigen Arbeitserfahrung haben hier inzwischen zu einem tendenziellen Umdenken in den Personalabteilungen geführt.

Das jedenfalls schreibt der Bildungsmanager Wilhelm Adt in seinem Blog.

Diesen Trend zum Umdenken kann der Personalberater Jens Stern in seiner täglichen Arbeit bei der Personalabteilung24 GmbH verstärkt feststellen. „Aber immer noch gibt es Unternehmen, die im Zweifelsfall den jüngeren Bewerber bevorzugt einstellen. Oftmals ist ihnen nicht bewusst, dass sie mit dieser Vorgehensweise echte Wettbewerbsvorteile verpassen“, meint der Fachmann.

Auch „alte Eisen“ glühen heiß

Einen Sinneswandel gibt es auch in der IT-Branche. So kann das Düsseldorfer Beratungshaus Harvey Nash mittlerweile auf eine über 20jährige Erfahrung in Deutschland zurückblicken. „Wir kennen die Systeme und Anwendungslandschaften. Und uns war natürlich trotz des Internethypes klar, dass sich die Datenverarbeitung auf absehbare Zeit auf altbewährte Systeme abstützen wird. Wir haben deshalb frühzeitig im angefangen, eine spezielle Gruppe aufzubauen von Seniorberatern und Managern, die eigentlich nichts anderes gemacht haben als sich auf die alten Technologien weiterzubilden und auf dem neusten Stand der Technik zu sein. Und mit diesem Konzept sind wir bis zum heutigen Tage sehr erfolgreich“, so Nadolski.

Es gibt noch genügend Rechenzentren mit „alter“ Technologie

Wer auf neue Technologien setze, müsse auch auf die Altbestände zurückgreifen und sich mit der Migration dieser Daten beschäftigen. Ein Einsatzfeld für die Computerveteranen von Harvey Nash: „Wir haben nach wie vor die Situation, dass es nicht unerheblich viele Rechenzentren mit alten Technologien gibt und das wesentliche Teile von geschäftswichtigen Anwendungen nach wie vor auf diesen so genannten alten Technologien ablaufen. Das muss gewartet werden, da muss ein Service erfolgen und eine Weiterentwicklung stattfinden. Hier sorgen wir dafür, dass diese alten Technologien möglichst lange weiter laufen und keine Daten verloren gehen“, so Nadolski.
Das zweite Thema sei die Migration auf andere Technologien und Plattformen. „Das gestaltet sich gemeinhin doch sehr langwierig und schwierig. Da redet man dann schon häufig über Projektlaufzeiten von drei bis sieben Jahren. Und auch in diesem Umfeld kann man so eine Migration nur auf Basis der alten Welt starten. Diese Technologien muss man verstehen, analysieren und für das neue System umsetzen“, resümiert Nadolski.

(Gunnar Sohn)


 


 

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