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TV-Sender Sky

Spitzelsystem zur Kundenakquise

Der Münchner Bezahlsender Sky geht mit bisweilen ungewöhnlichen Methoden auf Kundenjagd. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, setzt Sky verdeckte Ermittler ein, die zuletzt vorwiegend samstagnachmittags in Café-Bars und kleinen Gaststätten kontrollierten, ob den Gästen mit geborgter Sky-Code-Karte eine Fernsehübertragung der Bundesliga präsentiert wird.

Eine Berliner Anwaltskanzlei fordert die Wirte anschließend zur Zahlung von 3.000 Euro und zur Unterzeichnung einer strafbewehrten Unterlassungserklärung auf, berichtet das Blatt. Der Betrag werde jedoch auf 300 Euro reduziert, wenn der Gastwirt ein Sky-Abo bestellt.

Ein empörter Wirt im Raum Augsburg, der Ende April das Schlagerspiel Bayern gegen Schalke gezeigt haben soll, erstattete nun seinerseits Anzeige wegen falscher Anschuldigung. Einige der Betroffenen versichern sogar, sie hätten nicht einmal einen Fernseher im Gastraum - und bekamen recht, wie "Der Spiegel" weiter schreibt. In den Augsburger Fällen hatte der Kontrolleur die verbotene Fußballübertragung frei erfunden.

Sky-Sprecher Wolfram Winter verteidigte die Kontrollbesuche als richtig: "Wir machen das viel häufiger als früher. Unsere Beweise sind so, dass daraus durchaus valide juristische Vorgänge entstehen." In dem strafreduzierenden Deal mag er nichts Verwerfliches erkennen. "Wir sind ja nicht an einer gerichtlichen Auseinandersetzung interessiert, wir wollen, dass die Leute unsere Kunden werden. Und die Umwandlungsquote ist inzwischen richtig hoch", sagte der Unternehmenssprecher dem Nachrichtenmagazin.

(dapd-bay)


 


 

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