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Bayerischer Rundfunk

Staatsanwaltschaft findet Dopingspur zum Spitzensport

Spitzensportler sollen sich von Doping-Dealern aus Untergrund-Laboren mit leistungsfördernden Substanzen versorgt haben. Das geht aus einer Recherche des Bayerischen Rundfunks hervor.

Wie der Radiosender B5 aktuell am Sonntag mitteilte, haben Ermittler der Doping-Schwerpunktstaatsanwaltschaft in München in der Kundenkartei von Doping-Händlern auch Personen aus dem Profi- und Leistungssport gefunden. "Wir haben tatsächlich Händler oder auch Labore gefunden, die aus der Breitensportecke kommen, und von wo aus sich dann auch ein Weg in den Spitzensport darstellen lässt", sagte Ermittlungsleiter Kai Gräber in der BR-Radiosendung "Funkstreifzug". Namen wurden aus Datenschutzgründen nicht genannt.

Die Spuren führten sowohl zu medizinischen Abteilungen und medizinischem Personal im Spitzensport "als auch direkt zum Athleten", sagte Gräber. Außerdem soll ein inzwischen verurteilter Doping-Dealer aus Bayern auch einen Sportmediziner und ehemaligen Mitarbeiter des Olympiastützpunktes Rheinland-Pfalz/Saarland sowie der Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken mit Dopingsubstanzen beliefert haben.

Gegen einen Professor sei schon ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet worden sein. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe vor gut zwei Wochen sei die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung beendet worden. Wie Berthold Mertes, der Sprecher der Nationalen-Anti-Doping-Agentur NADA mitteilt, werde der Fall inzwischen schon von der NADA geprüft.

(dapd-bay)


 


 

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