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Statistisches Jahrbuch

Statistisches Jahrbuch für Bayern 2009 vorgestellt

Bei der Vorstellung des Statistischen Jahrbuchs für Bayern 2009 durch den Bayerischen Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, zusammen mit dem Präsidenten des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung, Karlheinz Anding, bezeichnete der Minister das Jahrbuch als inhaltsreiches Kompendium für alle Bürger.

Es biete nicht nur einen exakten Blick auf den Ist-Zustand des Landes, sondern erlaube als Teil einer historischen Veröffentlichungsreihe auch die Beobachtung von Entwicklungen und habe damit einen Wert über das Berichtsjahr hinaus – so der Minister.

Aus dem umfangreichen Zahlenwerk griff sich der Minister schwerpunktmäßig das Thema Bevölkerung – mit den Teilbereichen Bevölkerungsstand, Bevölkerungsbewegung und Bevölkerungsprognose – sowie das Thema Bauen heraus. Dabei fand vor allem die Frage nach den Auswirkungen der demographischen Veränderungen insbesondere in ihrer regionalen Dimension großes Interesse bei den Medien. Herrmann betonte die Aufgabe der Politik, diese Auswirkungen abzufedern, zumindest aber frühzeitig zu gestalten und verknüpfte seine Aussagen hierzu auch mit der geplanten Verlagerung des Landesamts (nach Fürth).

Die gestern vom Bayerischen Staatsminister des Innern, Joachim Herrmann, zusammen mit dem Präsidenten des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung, Karlheinz Anding, vorgestellte 52. Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs für Bayern – die erste erschien 1894 - bietet wieder eine Fülle aktueller Zahlen aus allen Lebensbereichen des Freistaats.

In seiner Rede wies der Minister auf die Bedeutung der Statistik für die politische Planung hin und machte deutlich, dass neben der Darstellung des Ist-Zustandes unseres Landes das Jahrbuch als Reihe gesehen auch wichtige Grundlagen z.B. für die Bevölkerungsvorausberechnung liefere. Der demographische Wandel zwinge zu Anpassungen in Wirtschaft und Gesellschaft, was sich schon jetzt, wesentlich stärker aber noch in der Zukunft zeigen werde. Insbesondere die rückläufigen Geburtenzahlen wie auch die starke Zunahme der 60- Jährigen oder Älteren um fast das Eineinhalbfache bis 2028 stellen die Entscheidungsträger in Staat und Gemeinden unter Anpassungsdruck. Dies vor allem, da die Bevölkerung Bayerns in diesem Zeitraum sich sehr unterschiedlich entwickeln werde: Neben starken Zunahmen in der Südhälfte Bayerns (vor allem in Oberbayern) wird es starke Abnahmen vor allem in den grenznahen Kreisen im Osten und Norden Bayerns geben. Diese Zahlen zu kennen sei nicht nur für die Planung von Kindergärten, Schulen und Altenheimen wichtig, sondern auch für den Wohnungsbau. Anders als in den neuen Bundesländern, wo eher der Rückbau von Wohnungen angesagt sei, wird in Bayern in vielen Gebieten noch zusätzlicher Wohnraum benötigt, so der Minister. Wie das Statistische Jahrbuch jedoch zeigt, wurden im Jahr 2008 mit 36 246 Wohnungen so wenige wie seit 1951, dem Beginn der Aufzeichnungen, fertiggestellt. Auch die Baugenehmigungen sind mit 35 053 Genehmigungen für Wohnungen auf ein historisches Tief gefallen. Einen kleinen Lichtblick bieten im aktuellen Jahr die Genehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser, die um 4,3 Prozent zugenommen haben.

(Redaktion)


 


 

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