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Siemens streicht in IT-Sparte 4200 Stellen

Der Technologiekonzern Siemens will in seiner IT-Sparte bis 2011 weltweit 4200 Stellen streichen.

Davon entfallen rund 2000 Stellen auf deutsche Standorte, wie der Münchner Konzern am Donnerstag mitteilte. Zudem sollen die bislang sieben Geschäftseinheiten der IT-Sparte SIS auf zwei Geschäftseinheiten fokussiert werden. Um SIS wieder wettbewerbsfähiger zu machen, würden zudem bis 2012 mehr als 500 Millionen Euro investiert. Derzeit hat die IT-Sparte weltweit gut 35 000 Mitarbeiter, knapp 9700 davon in Deutschland.

Die IT-Sparte kämpft seit Jahren mit sinkenden Umsätzen. Anfang Dezember hatte Konzernchef Peter Löscher die Ausgliederung von SIS angekündigt. Als Grund nannte er die fehlende notwendige "Flexibilität", um dem hohen "Preis- und Wettbewerbsdruck" der Konkurrenz standzuhalten. Zum 1. Juli soll nun die rechtliche Verselbstständigung erfolgen, hieß es weiter.

SIS hat im vergangenen Geschäftsjahr 4,7 Milliarden Euro umgesetzt, dabei aber lediglich 90 Millionen Euro verdient. Beim Umsatz ist SIS nach wie vor stark von hausinternen Aufträgen abhängig. Immerhin 1,1 Milliarden Euro des Umsatzes wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Siemens gemacht.

Nach der Ausgliederung soll SIS fit für die Partnerschaft mit einem Wettbewerber oder gar für einen Börsengang gemacht werden. Ein Börsengang sei allerdings 2012 wahrscheinlicher als im kommenden Jahr, hatte Finanzvorstand Joe Kaeser jüngst in einem Interview gesagt.

(ddp)


 


 

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