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Radikal: Bank of Amerika streicht 16.000 Jobs

Das krisengeschüttelte US-Kreditinstitut Bank of America macht Ernst, und das deutlich schneller als allgemein erwartet. Laut einem vergangener Woche veröffentlichten Bericht des Wall Street Journal will das Unternehmen mit Sitz in Charlotte bis Jahresende 2012 rund 16.000 Jobs abbauen.

Die Zeitung stützt sich dabei auf interne Dokumente der Unternehmensführung.

Filialen vor Schließung

Die Bank of America steht mit diesen Maßnahmen nicht alleine da. "Andere Banken gehen ähnliche Wege und versuchen die Cost-Income-Relation entscheidend zu verbessern. Problematisch ist gegenwärtig das Investmentbanking, das weniger Renditen verspricht als in der Vergangenheit", erklärt Wolfgang Gerke, Experte für Bankwesen vom Bayerischen Finanz Zentrum http://bfz-ev.de , im pressetext-Interview. Um am Markt auf künftig bestehen zu können, seien Einsparungen auf der Kostenseite unerlässlich.
Mit diesem massiven Kahlschlag soll die Anzahl der Bediensteten auf unter 260.000 fallen, wodurch sich das Geldhaus erhebliche Kostensenkungen erwartet. Zudem soll das Hypothekengeschäft deutlich zurückgefahren und durch Schließungen das Filialnetz schlanker ausgerichtet werden als bislang angenommen.

Einsparungen in Milliardenhöhe

Das Einsparungskorsett hat Moynihan fest geschnürt. Ab 2014 will er jährlich rund fünf Mrd. Dollar sparen. In einer weiteren Phase sollen dann die Kosten pro Jahr um weitere drei Mrd. auf 20 Mrd. Dollar reduziert werden. Doch nicht nur das Geschäft mit den privaten Kunden ist von der Restrukturierung betroffen, wie bereits vergangenen Mai angekündigt wurde. Auch circa 2.000 Spitzenpositionen außerhalb der USA in den Bereichen Vermögensverwaltung und Investmentbanking stehen vor der Vertragsauflösung.

Gekaufte Problemkinder

Die Bank of America ist nun bemüht, die Wende zu schaffen. Der Kauf der Investmentbank Merrill Lynch und das intensive Engagement am US-Immobilienmarkt stellten sich schon bald als Fehler heraus. Hinzu kam die noch 2008 abgeschlossene Übernahme des Hypothekenfinanzierers Countrywide, dem das Platzen der Immobilienblase heftig ins Schleudern brachte. Ob über die bis Jahresende gestrichenen Jobs hinaus auch in der Folgezeit Arbeitsplätze der Krise zum Opfer fallen werden, ist nicht bekannt. Countrywide dürfte von dem gegenwärtigen Abbau aber besonders stark betroffen sein.

Quelle: Pressetext.com

(Redaktion)


 


 

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