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Finanzamt und Steuerberaterkammer besprechen aktuelle Steuerthemen

Über aktuelle Steuerthemen haben sich Steuerberater aus der Region und Mitarbeiter der Steuerverwaltung des Finanzamts Kaufbeuren ausgetauscht. Zu dem Termin hatte die Steuerberaterkammer München eingeladen.

. „Aufgrund der zeitlichen Zwänge während der täglichen Zusammenarbeit ist es oftmals nicht möglich, wichtige Themen ausführlich zu besprechen“, sagte Dr. Hartmut Schwab, Präsident der Steuerberaterkammer München. 

Schwab nutzte die Gelegenheit, aktuelle Diskussionen der Politik näher zu beleuchten, bei denen es um die steuerliche Selbstveranlagung der Bürger nach amerikanischem Vorbild geht. Hierbei würden die Bürger ihre Steuerlast selbst ermitteln und das Geld direkt an die Finanzkasse überweisen. Das Modell, das die Finanzverwaltung entlasten soll, hat nach Ansicht der Kammer jedoch erhebliche Nachteile: „Der Fiskus (zur Fiskus Definition) will sich auf die gemachten Angaben verlassen können. Das ist eine hohe Verantwortung, die dem Bürger da zugemutet wird“, sagte Schwab. 

Ebenfalls zulasten des Steuerzahlers geht nach Meinung der Steuerberaterkammer die E-Bilanz, also die elektronische Übermittlung von Unternehmensbilanzen. „Immer wieder fordern die Kollegen im Finanzamt nachträglich Unterlagen zur Überprüfung der Steuererklärung an“, skizzierte Schwab die Situation. „Das führt zu einem Mehraufwand, der so nicht gedacht war.“ Die Experten vereinbarten einen Sondertermin, an dem sie verbindlich besprechen wollen, was zukünftig neben der Steuererklärung einzureichen ist. 

Um wiederum die Finanzämter zu entlasten, sprachen die Teilnehmer auch über eine Staffelung der Abgabefristen der Steuerklärung. Sie soll vermeiden, dass, wie bisher, alle Steuerberater auf einmal die Unterlagen zu bestimmten Stichtagen einreichen. „Das führt kurzfristig immer wieder zu enormen Belastungen in den Ämtern“, betonte Maximilian Stock, Leiter des Finanzamts Kaufbeuren. Tatsächlich diskutiert das Bundesfinanzministerium schon seit längerem eine solche Staffelung. „Ein entsprechendes Gesetz könnte bereits Ende des Jahres in Kraft treten“, berichtete Schwab. 

Am Ende der Klimatagung waren sich alle rund 120 Teilnehmer darin einig, dass der Umgang zwischen Finanzverwaltung und Steuerberatern insgesamt positiv sei, auch wenn man fachlich durchaus intensiv um die Anwendung des Steuerrechts ringe. Die Beteiligten verständigten sich darauf, auch in zwei Jahren wieder das Klima untereinander besprechen zu wollen.

(Redaktion)


 


 

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