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Steuerpläne/Bundestagswahl

Die Steuerpläne der Parteien im Überblick

Nur noch wenige Tage sind es bis zur Bundestagswahl. Wir stellen Ihnen hier die Steuerpläne von CDU/CSU, FDP, SPD, Bündnis 90/Grüne und der Linken vor. Alles zu Tarif, Vorsorge, Familien, Unternehmen, Erbschaft, Vermögen und vielem mehr.

Die Steuerpläne der CDU/CSU

Steuertarif

  • Der Eingangssteuersatz sinkt von 14% zunächst auf 13% und später auf 12%.
  • Die Grenze, ab der der Spitzensteuersatz anfällt, wird von derzeit 52.882 Euro in zwei Schritten über 55.000 Euro auf 60.000 Euro angehoben.
  • Abbau des „Mittelstandsbauchs“: Mittlere Steuersätze greifen erst ab höheren Grenzen. Die "Knickstelle" des alten Tarifs liegt zurzeit bei 24% bei 13.470 Euro. Er wird angehoben auf 23,35% bei 14.000 Euro in Stufe 1 und 23% bei 15.000 Euro in Stufe 2.Steuervorteile für Familien
  • Der Grundfreibetrag für Kinder steigt von 3.864 Euro auf 8.004 Euro (Familiensplitting).
  • Erhaltung des Ehegattensplittings.

Vorsorge

  • Flexiblere Gestaltung der steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge.

Einkommensteuer allgemein

  • Entlastung der Bürger bei der Einkommensteuer um 15 Milliarden Euro.
  • Keine Steuererhöhungen.
  • Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens.

Unternehmen

  • Die Unternehmenssteuerreform wird "krisenfest weiterentwickelt".
  • Steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung in Unternehmen.
  • Steuerliche Förderung von Investitionen in junge innovative Unternehmen.

Erbschaft und Vermögen

  • Überprüfung der Erbschaftsteuer, ggf. Senkung der Steuerlast.

Die Steuerpläne der FDP

Steuertarif

  • Drei-Stufen-Tarif von zehn Prozent (8.005 bis 20.000 Euro Einkommen), 25 Prozent (20.001 bis 50.000 Euro) und 35 Prozent (über 50.000 Euro).
  • Überprüfung und ggf. Anpassung des Grundfreibetrags und des Tarifs alle zwei Jahre.

Steuervorteile für Familien

  • Auch für Kinder gibt es den Grundfreibetrag von 8.004 Euro (Familiensplitting).
  • Das Kindergeld soll auf 200 Euro pro Kind und Monat für die Familien angehoben werden, die den Kinderfreibetrag wegen zu geringen Einkommens nicht nutzen können.
  • Kinderbetreuungskosten und Pflegekosten können bis zu 12.000 Euro im Jahr gegen Nachweis der Kosten von der Steuer abgesetzt werden.

Vorsorge

  • Uneingeschränkt abziehbar sind Beiträge zur sozialen Absicherung bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Arbeitnehmer

  • Für Arbeitnehmer werden berufsbedingte Kosten aus Vereinfachungsgründen ohne Nachweis durch eine Aufwendungspauschale berücksichtigt.
  • Die Steuerklasse V wird abgeschafft, um Frauen bessere Anreize zum Wiedereinstieg in den Beruf zu bieten.

Kapitaleinkünfte

  • Abgeltungsteuer wird nur auf Veräußerungsgewinne bei Veräußerung innerhalb einer Spekulationsfrist erhoben.

Einkommensteuer allgemein

  • Entlastungen der Bürger bei der Einkommensteuer bis zu 35 Milliarden Euro.
  • Pauschalen ersetzen die heute nur mit komplizierten Nachweisen und hohem bürokratischem Aufwand zu verwaltenden Individualvorschriften.
  • Optional: Abgabe der Steuererklärung nicht jährlich, sondern alle zwei Jahre.

Unternehmen

  • Wiedereinführung der degressiven AfA.
  • Erhöhung der Wertgrenze bei GWG im Betriebsvermögen von 150 Euro auf 1.000 Euro.
  • Einführung eines Zwei-Stufen-Tarifs von 10 und 25 Prozent für Unternehmen unabhängig von der Rechtsform.
  • Erhöhung der Körperschaftsteuer von 15% auf 25% für Kapitalgesellschaften mit einem Gewinn von über 20.000 Euro.
  • Umstellung der Umsatzsteuer von der Soll- auf die Ist-Besteuerung (Umsatzsteuer wird fällig bei Zahlung, nicht bei Rechnungsstellung).
  • Besteuerung einer GmbH wie eine Personengesellschaft auf Antrag.
  • Abschaffung der Zinsschranke bei der Unternehmensbesteuerung.
  • Abschaffung der Einschränkung der Verlustnutzung bei Übernahmen und Sanierungen.
  • Abschaffung der Besteuerung stiller Reserven bei Investitionen im Ausland (Funktionsverlagerung).
  • Abschaffung der Hinzurechnungsvorschriften von Zinsen, Mieten, Pachten, Leasing - und Lizenzgebühren zur Bemessungsgrundlage in der Gewerbesteuer .
  • Abschaffung der Gewerbesteuer, stattdessen bisher unbestimmtes Konzept der Kommunalfinanzierung.
  • Bei Umwandlung oder Rechtsformwechseln von Betrieben werden stille Reserven nicht mehr aufgedeckt.

 


 

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