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Entwicklerkonferenz

Steve Jobs präsentiert Updates für iOS und Mac OS und stellt die iCloud vor

Heute ist es mal wieder soweit. Die Welt blickt mal wieder nach San Francisco. Dort begann heute um zehn Uhr Ortszeit mit der Keynote Apples „Worldwide Developers Conference“.

Der heutige Auftritt von Steve Jobs war sein zweiter in der Öffentlichkeit, seit seiner Erkrankung im Januar.

Die "Worldwide Developers Conference" stand in diesem Jahr ganz im Zeichen von Software-Updates.

Bereits im Vorfeld der Entwicklerkonferenz hat das Unternehmen ganz "Apple-untypisch" schon offiziell bekannt gegeben, dass iOS5, Mac OS X Lion und iCloud vorgestellt werden.

Eingestimmt wurden die Besucher der Keynote mit musikalischen Klängen ganz nach dem Geschmack von Steve Jobs. Um live dabei zu sein, nehmen einige Besucher einiges in Kauf. Viele verbrachten bereits die Nacht vor dem "Moscone Center West", um einen guten Platz zu ergattern.

Die Karten für die „Worldwide Developers Conference“ waren innerhalb von zwei Stunden ausverkauft. Insgesamt sind 5.200 Besucher angemeldet und 1.000 Apple-Entwickler halten Vorträge und geben Informationen.

Pünktlich um zehn Uhr Ortszeit betrat Steve Jobs unter "We love you" Rufen die Bühne. Zunächst wurden bekanntermaßen  allgemeine Verkaufszahlen des Unternehmens präsentiert.

Neue Funktionen bei Mac OS 10.7 Lion

Zunächst drehte sich alles um das Thema Mac OS, das neue Betriebssystem. Nachdem bereits bekannte Funktionen vorgestellt wurden, präsentierte Apple weitere zehn Neuerungen. 250 neue Funktionen soll das neue Mac-System "Lion" insgesamt haben.

  1. Das Betriebssystem unterstützt jetzt auch Multi-Touch.
  2. Die Programme laufen in Zukunft im Vollbildmodus.
  3. Neu ist auch die Funktion "Mission Control". Der Nutzer kann auf dem Display alle Programme und Desktops sehen, die gerade laufen.
  4. Mac App Store ist in dem neuen Betriebssystem Lion bereits eingebaut. Nun gibt es auch die Möglichkeit, aus der Applikation heraus neue Funktionen zu kaufen.
  5. Launchpad: Der Nutzer kann die Finger auf dem Pad des Notebooks zusammen ziehen und schon erscheinen die Icons der installierten Programme auf dem Desktop.
  6. Resume: Nach dem Start des Computers zeigt er die Umgebung so an, wie man sie zuletzt verlassen hat.
  7. Automatische Speicherung: Ein Dokument, das bearbeitet wird, wird künftig automatisch gespeichert.
  8. Versionen: Künftig werden auch alle Veränderungen in Versionen gespeichert. Es ist also möglich, auf alte Versionen von Dokumenten zuzugreifen. 
  9. Air Drop: Dateien lassen sich künftig einfach von einem Mac zum anderen übertragen.
  10. E-Mail: Eine neue Suchfunktion soll das Arbeiten mit Nachrichten erleichtern

Mac OS X Lion wird ab Juli verfügbar sein und knapp 30 US-Dollar kosten.In Deutschland wird es Mac OS X Lion für 23,99 Euro geben.

Das neue iOS 5

Inzwischen gibt es 225 Millionen iOS Geräte. Im neuen iOS 5 gibt es 1500 neue Entwickler-Funktionen, über 200 neue Features und 10 neue Schlüsselfunktionen.

Über 200 neue Features: Apple hat zehn vorgestellt

  1. Notification-Center: Einfach mit dem Finger von oben nach unten ziehen und schon hat man man alles Wichtige im Blick.
  2. Newsstand: Zeitungen und Zeitschriften werden in den iBook-Store integriert.
  3. Twitter-Integration: Aus Fotos, Maps, Nachrichten lassen sich automatisch Twitter-Nachrichten generieren.
  4. Safari-Reader: Artikel werden übersichtlich auf einer Seite angezeigt und per E-Mail lässt sich der Inhalt bequem verschicken.
  5. Aufgabenliste: Eine Art To-Do-List mit Erinnerungsfunktion, die sich mit dem Kalender synchronisiert.
  6. Kamera: Das Knipsen wird schneller. Eine Funktion auf dem Sperrbildschirm soll Sofort- Schnappschüsse möglich machen. Durch einen Doppelklick auf den Home-Button wird die Kamera gestartet. Auch durch das Drücken des Lautstärke-Knopfs kann ein Foto gemacht werden.
  7. Mail: Adresen lassen sich per Drag and drop verschieben und mit Flag lassen sich Mails besonders kennzeichen.
  8. PC Free: Künftig benötigt niemand mehr einen Computer, um sein iPhone oder iPad zu aktivieren. Auch iOS 5 kann über Funk geladen werden.
  9. Game Center: Es ermöglicht das Spielen zwischen Gegnern die über das Netz verbunden sind.
  10. iMessage: Es gibt in Zukunft einen Messaging Service zwischen allen iOS-Nutzern, unabhängig davon, ob sie per Mobilfunk verbunden sind.

Entwickler bekommen heute schon die Software zum Ausprobieren. Für alle anderen Nutzer kommt iOS 5 im Herbst  für das iPhone 3GS, iPhone 4, iPad 1 und 2 und iPod touch 3. und 4. Generation. Das iPhone 3G wird nicht unterstützt.

Steve Jobs präsentierte die iCloud

Die iCloud speichert die Inhalte des Nutzers in der Wolke und überträgt sie kabellos auf alle seine Geräte. Alles, verspricht Jobs, wird automatisch geschehen.Wird zum Beispiel auf dem iPhone ein neuer Kontakt gespeichert, bekommt die iCloud die Daten und verteilt sie dann auch auf das iPad. 

Dokumente der Applikationen Pages (Textverarbeitung), Keynote (Präsentation) und Numbers (Kalkulation) werden ebenfalls in der iCloud gespeichert und mit allen anderen Geräten synchronisiert.

Außerdem kommen Songs und andere gekaufte Objekte in iTunes über die Cloud auf alle Geräte eines Kontos.

Die iCloud soll kostenlos sein und zusammen mit iOS 5 diesen Herbst kommen.

Das Beste zum Schluss: One more thing?

Schon seit Jahren hält Apple die Spannung bis zum Ende der Keynote aufrecht: Mit einem "One More Thing" gab es immer mal wieder die Überraschung am Schluss.

Seit der zweiten Generation des iPhones im Jahr 2008 hat Apple auf jeder Entwickler-Konferenz eine neue Generation vorgestellt.

Dieses Jahr heißt das "one more thing" iTunes Match. Es ist der Musikspeicher im Web, den alle vorhergesagt hatten: Apple prüft die Musiksammlung des Nutzers und schaltet ihm die Songs auch in der Cloud frei.Wenn Apple ein Lied nicht erkennt, wird es vom Nutzer in seinen Account geladen.

iTunes Match kostet 25 Dollar pro Jahr.

Die überraschende Neuheit steckte also in der iCloud. Leider gab es dieses Jahr kein neues iPhone.

(Redaktion)


 


 

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