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Gefährlicher Stoff – Warnung vor dem Verzehr von Ppura Pesto

Die Stiftung Warentest warnt vor dem Verzehr des Bio-Pestos „Ppura Pesto von Basilico Genovese D.O.P.“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 4. Juli 2014. In diesem Produkt haben die Tester den potenziell krebserregenden Stoff Anthrachinon nachgewiesen. Das gab die Verbraucherorganisation einen Monat vor der Veröffentlichung des Tests von Basilikum-Pesto bekannt.

Das alarmierende Ergebnis: Der analysierte Wert sei mit 0,79 Milligramm Anthrachinon pro Kilogramm Pesto fast 80-mal so hoch wie der zulässige Höchstgehalt von 0,01 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel.

Die Stiftung Warentest habe aus vorsorgendem Gesundheitsschutz den Anbieter Ppura in der Schweiz und die zuständige Lebensmittelaufsichtsbehörde in Deutschland über den Befund informiert. Die Firma habe sofort reagiert und die betroffene Pesto-Charge vom deutschen und österreichischen Markt zurückgerufen.

Kunden können bereits gekaufte Pesto-Gläser beim Händler zurückgeben und sich – auch ohne Kassenbon – den Kaufpreis erstatten lassen. Das Unternehmen habe außerdem mitgeteilt, dass es sich bei dem belasteten Pesto um die letzte Produktion des alten Herstellers handele, seit März 2013 produziere ein neuer Hersteller ein Nachfolgeprodukt namens „Pesto alla Genovese – ricetta originale“. Inzwischen würden sämtliche Pestos aus dem Ppura-Sortiment auch regelmäßig auf Pestizide untersucht, zuvor sei das nur stichprobenweise geschehen.

Nach Informationen von Stiftung Warentest wirkt Anthrachinon im Tierversuch krebserregend und wird daher vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als potenziell krebserregend beim Menschen eingestuft. Anthrachinon habe keine Zulassung als Pestizid – die EU habe 2008 den Antrag abgelehnt –, daher gelte der strengste Höchstgehalt für Lebensmittel. Bei einer Belastung von Lebensmitteln komme es allerdings nicht darauf an, ob Anthrachinon als Pestizid angewendet wurde oder anderen Ursprungs sei.

Anthrachinon werde zurzeit noch für die Herstellung von Papier verwendet. Ein möglicher Kontakt der Pesto-Zutaten mit solchem Papier könne laut Stiftung Warentest kaum die Ursache für die hohe Belastung im Ppura-Pesto sein. Wie das Anthrachinon in das Produkt gelangt sein könne, sei noch unklar. Das Institut halte Anthrachinon inzwischen auch für bedenklich, wenn es bei der Herstellung von Papier für den Lebensmittelkontakt eingesetzt wird.

Der vollständige Test von 30 Basilikum-Pestos erscheint in der August-Ausgabe der Zeitschrift „test“, die am 26. Juli 2013 im Handel ist.

(Redaktion)


 


 

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