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  • 28.04.2010, 13:03 Uhr
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  • München
Marktforschung

Wenn aus der Kaffeefahrt ein Mondflug wird

Auch die Studierenden von heute werden irgendwann zu Rentnern. Warum sich Versicherungsanbieter schon jetzt um die Pensionäre der Zukunft bemühen sollten, verraten die Ergebnisse einer Befragung des Münchener Instituts forschungplus.

Ein Blick in die Zukunft: Im Jahr 2050 beginnt für Max, 65, das Rentnerdasein – nicht etwa mit einer Kaffeefahrt in die Lüneburger Heide, sondern mit einem Kurztrip zum Mond.

Das ist zwar noch Zukunftsmusik, Ergebnisse von heute zeigen: In vierzig Jahren sind die Alters-Lebenskonzepte von heute überholt. Ruheständler werden sich demnach künftig viel später um betreutes Wohnen, einen Pflegeheimplatz oder ein Zimmer in einer Alten-WG bemühen. Dank medizinischer Innovationen bleibe Senioren jedoch bis ins hohe Alter fit und gesund. Der Lebensabend dauert länger und will mit kurzweiligen Aktivitäten verbracht werden.

Wer heute jung ist, sollte die Sicherung des Lebensstandards und der guten medizinischen Versorgung in allen Lebensphasen – von der Studienzeit über die Familiengründung bis hin zum Ruhestand – nicht auf die lange Bank schieben. Auch die befragten Studierenden haben Träume, die sie in den folgenden Jahrzehnten verwirklichen wollen. Wie sie ihre Zukunft generell absichern können, wissen jedoch die wenigsten: Über 80 Prozent sind sich unsicher darüber, zu welchem Zeitpunkt sie welche Versicherung abschließen sollten. Mehr als drei Viertel der jungen Akademiker wissen nicht, welche Versicherungen für Studierende und Absolventen notwendig sind und auf welche sie getrost verzichten können. Besonders in den Bereichen Krankenversicherung und Altersvorsorge sind junge Wissenschaftler nicht gut informiert – und könnten durch interessante Angebote als Kunden gewonnen werden.

Von den befragten Studierenden wissen 71 Prozent fast nichts über sinnvolle Zusatzversicherungen und verzichtbare Leistungen bei der Krankenversicherung. 67 Prozent können Fragen rund um das Thema Auslandskrankenversicherung nur schlecht beantworten.

Will Max tatsächlich einmal zum Mond, muss er einerseits fit bleiben und andererseits ein hübsches Sümmchen für die anfallenden Reisekosten beiseitelegen. Ein passender Versicherungsschutz hält ihn lange gesund und bietet Einsparmöglichkeiten.

Max wird nicht ewig leben, trotzdem wird sein Ruhestand vielleicht mehrere Jahrzehnte umfassen. In dieser Zeit will Max es sich gut gehen lassen, hat aber – wie ein Großteil seiner Kommilitonen – keine Ahnung, wie er sich dafür absichern kann. Ganze 79 Prozent der Befragten wissen nur wenig über Formen und Möglichkeiten der Altersvorsorge. Ebenfalls 79 Prozent sind kaum über Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherungen informiert.

Versicherungsanbieter haben die Chance, die Wissenslücken der Studierenden zu füllen. Vielleicht kann auch Max davon überzeugt werden, schon bald in Vorsorgelösungen zu investieren, seinem Weltraumwochenende steht dann nichts mehr im Wege.

Informationen zur Studie: Im Frühjahr 2010 führte forschungplus eine unabhängige Eigenstudie an Münchner Hochschulen durch. In einer computergestützten persönlichen Befragung äußerten sich rund 200 Münchner Studierende zu Ihrer Einschätzung von allgemeinen Trends und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

(forschungplus)


 

 

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