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Telekrankenhaus

Bayern startet Offensive in der Telemedizin

Mit einem speziellen Internetportal sollen die vielfältigen Initiativen im Freistaat gebündelt, Mediziner flächendeckend informiert und die Versorgung der Patienten im ländlichen Raum gestärkt werden. Zudem soll der Kontakt zu Wissenschaft und Forschung intensiviert werden.

Dr. Markus Söder, Gesundheitsminister, gibt heute auf der Tagung "Telemedizin - Strategie Bayern" den Startschuss für das "Telekrankenhaus Bayern". "Medizinisches Spezialwissen kommt auf schnellstem Wege zum Patienten. Weite Anfahrtswege können so für kranke Menschen oft vermieden werden", sagte Söder. Das  "Telekrankenhaus Bayern" wird als Anlaufstelle für kleinere Krankenhäuser und Arztpraxen konzipiert, die via Telemedizin Expertenmeinungen oder Therapieempfehlungen einholen wollen.

Bessere Schlaganfallversorgung

Ärzte werden etwa bei der Schlaganfallversorgung durch das Kompetenzzentrum an geeignete Schwerpunkt-, Maximal- oder Spezialkliniken vermittelt. Auch in der Prävention kann Telemedizin einen entscheidenden Beitrag leisten: Eine  Augenhintergrunduntersuchung, die vor Ort durchgeführt wird und dann in Spezialzentren ausgewertet wird, kann Blindheit bei Frühgeborenen vermeiden helfen. Die Behandlung selbst bleibt aber im Krankenhaus vor Ort oder beim Arzt des Vertrauens. "Spezialwissen kommt zum Patienten und nicht umgekehrt", so Söder.

Stärkung für den ländlichen Raum

Das "Telekrankenhaus Bayern" wird mit rund zwei Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm "Aufbruch Bayern" gefördert. Allerdings müsse auch der Bund seinen Beitrag leisten. Damit gerade die Menschen im ländlichen Raum stärker von der Telemedizin profitieren können, müsse Berlin die finanziellen Voraussetzungen schaffen, forderte Söder. Krankenhäuser und Ärzte müssten ihre telemedizinischen Leistungen adäquat abrechnen können. 

Das "Telekrankenhaus" koordiniert auch die bereits bestehenden Aktivitäten Bayerns im Bereich der Telemedizin: Seit 1995 fördert die Bayerische Staatsregierung telemedizinische Pilotprojekte mit knapp elf Millionen Euro. Bislang gibt es fünf Telemedizin-Netze und rund 45 Einzelprojekte. "Bayern ist damit in der Telemedizin seit Jahren führend", betonte Söder. Insbesondere die Netzwerke zur Schlaganfall- und Herzinfarktversorgung haben bundesweit Nachahmer gefunden. Medizinische Kompetenzzentren arbeiten hier schon jetzt mit anderen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten eng zusammen.

Informationen zu den bestehenden Telemedizin-Projekten sind im Internet unter http://www.stmug.bayern.de unter dem Stichwort Telemedizin abrufbar.

(Redaktion)


 


 

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