Große Koalition
Ude schließt Koalition von CSU und SPD nicht aus
München. Der designierte SPD-Spitzenkandidat Christian Ude schließt ein Bündnis seiner Partei mit der CSU nach der Landtagswahl 2013 nicht aus. Einen Kabinettsposten in einer großen Koalition werde er aber nicht übernehmen, sagte Münchens Oberbürgermeister der Zeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe).
Für ihn komme nur der Posten des Ministerpräsidenten in Frage. Da aber wahrscheinlich die CSU der größere Partner wäre, gebe es für ihn keine Notwendigkeit, vom Rathaus ins Maximilianeum zu wechseln.
Will kein "Superminister" werden
Auch ein Angebot als "Superminister" einer großen Koalition unter Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer würde er nicht annehmen. Das bayerische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Technologie und Infrastruktur klinge zwar "super", habe aber nur klägliche Finanzmittel.
Nur zweite Wahl?
Ude peilt eigentlich ein Bündnis mit Grünen und Freien Wählern an. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt sagte am Donnerstag in München, es sei enttäuschend, dass Ude "so schnell die Waffen streckt und der CSU ein Koalitionsangebot macht. So wenig Siegeszuversicht beim SPD-Kandidaten für sein Dreierbündnis mit Grünen und Freien Wählern lässt auf ein gravierendes Motivationsproblem bei Ude schließen."
2013 ist alles möglich
Unterstützung erhielt der SPD-Politiker von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger: "Ude hat Recht, 2013 ist alles möglich - auch Schwarz-Rot." Er kritisierte, dass die CSU von den Freien Wählern ständig eine Distanzierung von Rot-Grün verlange. Aiwanger betonte: "Ich erwarte jetzt von der CSU eine Aussage, ob sie selbst eine Zusammenarbeit mit Rot oder Grün ausschließen kann oder ob sie nur uns das verbieten will, was sie selbst tun würde, um an der Macht zu bleiben."
(dapd-bay)
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