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Umfrage der Wirtschaftsjunioren: Bundesregierung mit Note 3,6 bewertet

„Trotz einer Flut von Negativprognosen der Experten ist die Stimmung unter den Bürgern in der Wirtschaftskrise optimistisch. Auch wenn die Deutschen als Schwarzmaler gelten, lassen sie sich von dieser Krise nicht unterkriegen“, kommentiert der Bundesvorsitzende Stefan Kirschsieper die Ergebnisse einer Umfrage der Wirtschaftsjunioren Deutschland unter knapp 12.000 Menschen.

Zwar bewerten 82 Prozent der Bundesbürger die Konjunkturaussichten so schlecht wie seit 1998 nicht mehr, aber 51 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre individuelle finanzielle Situation im nächsten Jahr nicht verändern wird. Ledigleich ein Drittel rechnet mit einer Verschlechterung. Nur bei den Ausgaben wollen die Menschen sparen. Trotz Krise halten 78 Prozent ihren Arbeitsplatz für krisenfest, nur 22 Prozent stimmen dem nicht zu. Damit ist das Vertrauen in die Sicherheit der Arbeitsplätze ungetrübt und die Stimmung der Deutschen besser als ihre Bewertung der Konjunkturaussichten.

Wenige Monate vor der Bundestagswahl schwindet dagegen das Vertrauen der Bürger in die Arbeit der Bundesregierung. Die große Koalition bekommt nur die Note 3,6. Damit ist die Zustimmung zur Regierung nach 2008 noch weiter zurückgegangen. Schon im letzten Jahr wurde die Regierungsarbeit mit der Note 3,3 wesentlich schlechter bewertet als der Aufschwung vermuten ließ. Das Krisenmanagement der großen Koalition wird 2009 von den Deutschen noch schlechter eingestuft.

Kritisch beurteilt Kirschsieper demgegenüber die zunehmende Befürwortung von staatlichem Einfluss auf die Wirtschaft durch die Bürger: „Die Real-wirtschaft muss sich selbst helfen, um diese Krise zu überstehen. Wir Unternehmer dürfen uns nicht auf den Staat verlassen und die Bürger dürfen nicht glauben, dass Staatshilfen alle Probleme der Wirtschaft lösen können. Deutschland hat kein Geld, um noch mehr Rettungsschirme zu spannen, wenn die alten Probleme nach aufgebrauchten Staatshilfen wieder zutage treten. Das müssen Bürger wie Politiker erkennen.“ Sein Ratschlag in der Krise: „Unsere Köpfe sind unser größtes Kapital. Jetzt haben wir die Chance, nachhaltig die Weichen in Richtung Zukunft zu stellen. Unternehmer sowie Bürger müssen optimistisch bleiben und dürfen sich nicht von Wahlkampf-versprechen blenden lassen.“

(Redaktion)


 


 

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