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Was Deutschen Unternehmen im Fall einer Katastrophe blüht

Große Umweltkatastrophen wie derzeit vor der amerikanischen Küste zeigen es leider immer wieder deutlich: Von Menschen verursachte Schäden können schwerwiegende und langfristige Folgen für die Natur und damit für uns alle haben.

Die Natur ist ein sensibles Ökosystem, das nicht nur durch viel beachtete "Großereignisse" wie eine Tankerhavarie oder eine Ölpest aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann. Auch scheinbar kleinere Vorfälle stellen bereits eine reale Gefahr für Flora und Fauna dar: Denn laut Statistik befinden sich nahezu alle gewerblichen Betriebsstätten in einem Abstand von weniger als drei Kilometern zu Schutzgebieten oder Gewässern. So können unbemerkt versickernde Öl- oder Farbreste aus einem Malereibetrieb, auslaufende Batterieflüssigkeit aus der Kfz-Werkstatt oder der unsachgemäß gelagerte Müll eines Fotolabors sehr schnell gravierende Schäden anrichten. Bleiben solche Schädigungen zunächst unbemerkt, kann es über längere Zeiträume schlimmstenfalls sogar zur dauerhaften Dezimierung einzelner Artbestände oder der Kontaminierung ganzer Regionen kommen.

Haften muss in der Regel der Verursacher des Schadens - nach dem Umweltschadensgesetz (USchadG) sogar auch dann, wenn durch den Umweltschaden weder Leib, noch Leben oder Eigentum eines anderen verletzt wurden sondern "lediglich" die Natur selbst.

Was "Umweltsündern" droht

Das 2007 in Kraft getretene Umweltschadensgesetz setzt die europäische Richtlinie zur Umwelthaftung um. Die Haftungsfrage in Umweltangelegenheiten hat sich für deutsche Unternehmen damit drastisch geändert. "Einfach ausgedrückt waren Betriebe früher nur dann zu Schadenersatz verpflichtet, wenn sie mit ihrem umweltschädigenden Verhalten die Gesundheit oder das Eigentum eines Anderen beeinträchtigten oder gefährdeten - wie etwa den Boden auf einem Nachbargrundstück, das Grund- bzw. Trinkwasser einer Gemeinde, den Fischbestand in einem nahe gelegenen Weiher oder den Bienenschwarm eines lokalen Imkers", erklären die Schaden-Experten der ERGO. Mit dem neuen Gesetz wurde der Haftungsbereich erheblich erweitert: Er gilt jetzt auch für Schäden an Naturgütern, die eigentlich niemandem gehören (wie etwa ein Schwarm Wildvögel) und sogar für eigenen Besitz - z.B. dem Boden im eigenen Garten. Generell betrifft die Haftung alle geschützten Arten oder Lebensräume und die so genannten Naturmedien "Boden" und "Wasser". Haftbar ist immer der Verursacher - sei er nun eine natürliche oder eine juristische Person .

(Ergo Gruppe)


 


 

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