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Unfallversicherung

Auch ein Schwarzarbeiter bekommt Entschädigung beim Unfall

Ein Urteil des Landessozialgerichts Hessen stärkt die Rechte von Arbeitnehmern - auch wenn sie ihrer Arbeit nicht legal nachgehen, genießen sie Versicherungsschutz.

Nach dem aktuellen Urteil, welches bei T-Online nachzulesen ist, müssen auch Schwarzarbeiter bei Arbeitsunfällen entschädigt werden. Laut einem Urteil des Hessischen Landessozialgerichts in Darmstadt (Az.: L 9 U 46/10) schließt auch eine illegale Beschäftigung einen Unfallversicherungsschutz nicht aus. Anlass zu diesem Spruch war ein die Klage eines Serben (20), der mit Touristenvisum, aber ohne Arbeitserlaubnis nach Deutschland zu seinem Onkel gereist war. Er bekam einen Job vermittelt und erlitt auf einer Baustelle bei einem Stromschlag schwerste Verbrennungen. Ihm mussten Gliedmaßen amputiert werden. Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung als Arbeitsunfall ab.
Fehlender Arbeitsvertrag kein Grund
Die Darmstädter Richter gaben allerdings dem in Frankfurt am Main wohnenden Kläger Recht und verurteilten die Berufsgenossenschaft dazu, den Arbeitsunfall anzuerkennen. Der Mann habe als abhängig Beschäftigter gearbeitet. Ihm sei ein Stundenlohn versprochen worden und unter anderem auch Werkzeug zur Verfügung gestellt worden. Dass kein schriftlicher Arbeitsvertrag geschlossen worden sei, sei unerheblich. Es sei versicherungsrechtlich nicht relevant, dass der Kläger "schwarz" gearbeitet habe. Auch verbotenes Handeln schließe den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz nicht aus.

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(Redaktion)


 


 

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