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Uni-Klinikum und Siemens starten schnellstes CT der Welt

Im Universitätsklinikum Erlangen wird heute der schnellste Computertomograf (CT) der Welt offiziell in Betrieb genommen. Die Strahlenbelastung kann bei einzelnen Untersuchungen dabei im Vergleich zu herkömmlicher Technik um bis zu 90 Prozent gesenkt werden.

„Jetzt können wir in kürzester Zeit gestochen scharfe Bilder bei geringster Strahlenbelastung erstellen“, sagt Prof. Dr. Michael Uder, Direkter des Radiologischen Instituts des Universitätsklinikums Erlangen. Beispielsweise lässt sich ein zwei Meter großer Mensch in weniger als fünf Sekunden scannen.

Das neue CT „Somatom Definition Flash“ von Siemens Healthcare erreicht die bislang höchste Scan-Geschwindigkeit der Computertomografie: Bis zu 45 Zentimeter pro Sekunde werden bei einer zeitlichen Auflösung von 75 Millisekunden gescannt. „Aufgrund der hohen Untersuchungsgeschwindigkeit ist es erstmals möglich, Aufnahmen des Brustraumes in Sekundenbruchteilen anzufertigen. Damit brauchen unsere Patienten während der Aufnahme nicht mehr den Atem anzuhalten, was vor allem bei älteren Menschen, Kindern, Notfall- oder Intensiv-Patienten erhebliche Vorteile mit sich bringt“, so Uder.

Große Fortschritte sieht Prof. Dr. Werner Daniel, Direktor der Medizinischen Klinik 2, für die Untersuchung der Herzpatienten. „Ein Scan des gesamten Herzens ist mit dem neuen CT in nur 250 Millisekunden durchführbar – das ist weniger als ein halber Herzschlag“. Gerade bei Untersuchungen des Herzens kann mit dem neuen CT die Strahlenbelastung für den Patienten erheblich reduziert werden.

Bei einer Untersuchung der Koronararterien kommt das Gerät vielfach mit weniger als einem Milli-Sievert aus, während bei herkömmlicher Spiral-Technik die durchschnittliche effektive Dosis üblicherweise bei acht bis 20 Milli-Sievert liegt. Zum Vergleich: Die Röntgenstrahlung, der jeder Mensch natürlicherweise ausgesetzt ist, beträgt in der Bundesrepublik rund 2,4 Milli-Sievert pro Jahr. Ermöglicht wird die geringe Strahlung durch die sogenannte Flash-Spirale, der Verwendung eines „adaptiven Dosisschildes“, und einer gezielten Verringerung der Strahlung bei der Erfassung von strahlungsempfindlichen Körperbereichen - wie zum Beispiel der weiblichen Brust.

(Redaktion)


 


 

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